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15.04.2011

11:59 Uhr

NRW-Vorsitzender

Bahr will stellvertretender FDP-Chef werden

Der NRW-Vorsitzende der FDP, Daniel Bahr, will einer der Stellvertreter von Philipp Rösler werden. Beim Bundesparteitag Mitte Mai will sich Daniel Bahr für den Posten zur Wahl stellen.

Der FDP-Landesvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Daniel Bahr. Quelle: dpa

Der FDP-Landesvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Daniel Bahr.

Düsseldorf Der nordrhein-westfälische FDP-Vorsitzende Daniel Bahr will sich beim Bundesparteitag Mitte Mai um einen der drei Stellvertreter-Posten bewerben. Die Partei erwarte personelle und inhaltliche Veränderungen, damit die FDP wieder an Stärke gewinne, sagte der 34-Jährige dem Magazin "Focus". Bahr rechnet mit Kampfabstimmungen, weil mehr Namen als Plätze gehandelt würden.

Die Führung der FDP brauche einen Generationenmix, erläuterte Bahr mit Blick auf den derzeitigen Parteivize Rainer Brüderle. "Brüderle hat seine Verdienste, er steht zwar nicht für Aufbruch, aber er verkörpert die nötige Kontinuität", sagte Bahr über den 65-Jährigen.

Die neue Parteiführung wolle das soziale Image der FDP stärken, kündigte Bahr an. So dürfe Bildung nicht vom Einkommen der Eltern abhängen. Ihre Steuerpläne wollen die Liberalen nach den Worten Bahrs nicht aufgeben. Zwar habe die Stabilisierung von Haushalt und Euro zunächst Vorrang. "Aber wenn Wachstum und Konsolidierung so weiter gehen, sehe ich eine Perspektive für Steuerentlastungen im Jahr 2012 oder 2013", sagte Bahr.

In der Energiepolitik sprach sich Bahr für den Bau neuer Kohle- und Gaskraftwerke aus, "um auf Atomkraft schrittweise zu verzichten". Einen Atomausstieg zum Ende der nächsten Legislaturperiode im Jahr 2017 - wie ihn die Grünen für möglich halten - bezeichnete er als unrealistisch.

Von

dpa

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