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31.03.2012

17:26 Uhr

NRW-Wahlkampf

Schwabedissen ist Spitzenkandidatin der Linken

Die Linke zieht mit Katharina Schwabedissen als Spitzenkandidatin in den NRW-Wahlkampf. Auch inhaltlich sind die Weichen für die Landtagswahl gestellt: Die Linken fordern das Sozialticket und eine Millionärssteuer.

Die nordrhein-westfälische Parteivorsitzende von die Linke, Katharina Schwabedissen, spricht über die Forderung der Linken nach einem Sozialticket. dpa

Die nordrhein-westfälische Parteivorsitzende von die Linke, Katharina Schwabedissen, spricht über die Forderung der Linken nach einem Sozialticket.

HagenMit einem Führungstrio treten die nordrhein-westfälischen Linken bei der Landtagswahl in sechs Wochen an. Die Partei kürte am Wochenende in Hagen Katharina Schwabedissen zur neuen Spitzenkandidatin. Die gebürtige Bielefelderin erhielt am Samstag 70,3 Prozent der Stimmen. Sie hatte keinen Gegenkandidaten. Die Vorsitzenden der bisherigen Landtagsfraktion, Wolfgang Zimmermann und Bärbel Beuermann, wurden mit 79,3 Prozent der Stimmen auf die Plätze zwei und drei gewählt. „Die Linke hat viele Gesichter“, sagte Schwabedissen über das Trio.

Für Schwabedissen ist das vorrangige Ziel der Wiedereinzug der Linken in den Landtag. Fünf Prozent plus X gelte es zu erreichen. Aktuellen Umfragen zufolge wird das aber knapp für die Partei.

Zu Zeiten der „Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit“ (WASG) war die 39-Jährige ab 2004 politisch aktiv und arbeitete als WASG-Landessprecherin. Sie ist eine gelernte Krankenschwester.

Mit Ausnahme von Rüdiger Sagel, der nicht mehr antrat, wurden am Wochenende alle bisherigen Linken-Abgeordneten wieder für die vorderen Listenplätze bestätigt. Sofern es die Linken wieder in den Landtag schaffen, dürfte die Fraktion also so aussehen wie bisher, sagte Parteisprecher Florian Kaiser am Sonntag.

Die Partei startete unter anderem mit der Forderung nach einem landesweiten Sozialticket für bedürftige Menschen in den Wahlkampf. Das Ticket für Hartz-IV-Empfänger und Menschen an der Armutsgrenze soll nach den Vorstellungen der Linken nicht teurer als 15 Euro sein.

Darüber hinaus setzen sich die Linken für eine Millionärssteuer ein, die als Schuldenbremse wirken soll. „Geld genug ist da, es muss nur gerecht verteilt werden“, sagte Linken-Landessprecher Hubertus Zdebel. NRW dürfe nicht in Schulden versinken, griechische Verhältnisse solle es nicht geben, sagte der Bundesvorsitzende Klaus Ernst.

Ernst attackierte besonders scharf die FDP, an deren Widerstand eine Bürgschaft für die Drogeriemarktkette „Schlecker“ gescheitert war. „Die FDP ist eine asoziale Trümmertruppe“, sagte Ernst.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Fini

17.04.2012, 13:32 Uhr

Nur ein Artikel zu den Linken?

Lori

18.04.2012, 19:30 Uhr

Warum wird so wenig über DIE LINKE berichtet? Für eine im
Bundestag vertretene Partei so wenig Presse?Merkwürdig viel Aufmerksamkeit für die Piraten. Ich fände eine ausgewogene Berichterstattung demokratischer, so entsteht der Eindruck das die Piraten von den Medien gepuscht werden, finde ich nicht gut.

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