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16.07.2014

15:11 Uhr

NSU-Prozess

Zschäpe entzieht Verteidigern das Vertrauen

Überraschung im NSU-Prozess: Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe hat das Vertrauen in ihre Verteidiger verloren. Die Vernehmung des ehemaligen V-Manns Tino Brandt wurde abgebrochen. Nun muss sich Zschäpe erklären.

Die Angeklagte Beate Zschäpe (2. von rechts) steht im Gerichtssaal zwischen ihren Anwälten Wolfgang Stahl (li.), Anja Sturm und Wolfgang Heer. Zschäpe hat einem Polizisten am Mittwoch erklärt, dass sie das Vertrauen in ihre Verteidiger verloren habe. dpa

Die Angeklagte Beate Zschäpe (2. von rechts) steht im Gerichtssaal zwischen ihren Anwälten Wolfgang Stahl (li.), Anja Sturm und Wolfgang Heer. Zschäpe hat einem Polizisten am Mittwoch erklärt, dass sie das Vertrauen in ihre Verteidiger verloren habe.

MünchenDie mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe hat ihren drei Verteidigern überraschend das Vertrauen entzogen. Das teilte der Vorsitzende Richter im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München, Manfred Götzl, am Mittwoch mit. Götzl setzte das Verfahren daraufhin bis zum kommenden Dienstag aus.

Der Vorsitzende Richter forderte Zschäpe auf, bis Donnerstag die Gründe für den Vertrauensentzug näher darzulegen. Nach seinen Worten ließ Zschäpe ihm die Entscheidung über einen Polizisten mitteilen.

Zschäpe soll zusammen mit den beiden Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt die Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) gebildet haben. Dem NSU werden unter anderem zehn Morde und zwei Bombenanschläge angelastet, Tatmotiv soll Ausländerhass gewesen sein. Der unerkannt im Untergrund agierende NSU flog erst auf, nachdem sich Mundlos und Böhnhardt nach einem missglückten Banküberfall Anfang November 2011 das Leben nahmen.

Von

afp

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