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18.08.2012

14:53 Uhr

NSU-Terrorismus

Zschäpe droht Anklage wegen Mordes

Die Bundesstaatsanwaltschaft will die Rechtsextremistin wegen Mordes zur Rechenschaft ziehen. Mit ihren Komplizen Böhnhardt und Mundlos soll sie zehn Menschen umgebracht haben. Derzeit sitzt Zschäpe in Untersuchungshaft.

Die Bundesanwaltschaft will die Rechtsextremistin Beate Zschäpe offenbar wegen Mordes anklagen. dpa

Die Bundesanwaltschaft will die Rechtsextremistin Beate Zschäpe offenbar wegen Mordes anklagen.

BerlinDie Bundesanwaltschaft will die Rechtsextremistin Beate Zschäpe einem Bericht zufolge auch wegen der Beteiligung an den zehn Morden der Organisation Nationalsozialistischer Untergrund anklagen. Zudem werde der 37-Jährigen die Beteiligung an 14 Banküberfällen und versuchter Mord im Zusammenhang mit einer Brandstiftung vorgeworfen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Samstag auf ihrer Webseite. Dies gehe aus einem Antrag zur Fortsetzung der Untersuchungshaft Zschäpes hervor.

Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft erklärte auf Anfrage, die Vorwürfe in der Anklageschrift könnten erst nach Abschluss der Ermittlungen beurteilt werden. Dies werde deutlich vor Ablauf der kommenden drei Monate angestrebt.

Das Neonazi-Trio mit Zschäpe sowie Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos ist Ermittlungen zufolge für insgesamt zehn Morde an Einwanderern und einer Polizistin verantwortlich. Die Gruppe soll sich jahrelang mit Hilfe von Banküberfällen finanziert haben. Der rechtsextremistische Hintergrund der Taten kam erst im Herbst 2011 ans Licht, als Böhnhardt und Mundlos nach einem Banküberfall in Eisenach tot in einem Wohnmobil gefunden wurden. Später wurde in ihrer Wohnung in Zwickau eine Tatwaffe entdeckt. Zschäpe wird vorgeworfen, die Wohnung angezündet zu haben, um Beweise zu vernichten.

Die Rechtsextremistin sitzt in Köln in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft lautet der Tatvorwurf weiter auf Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie besonders schwere Brandstiftung.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

18.08.2012, 17:19 Uhr

Ein Showprozess pünktlich vor der Bundestags-Wahl. Willkommenes, pünktlich gestartetes Ablenk-Thema vom EURO-Desaster. Die Unterlagen wurden alle bereits (ausversehen) vernichtet also kommt nichts heraus ausser "dauer-köcheln" des Nazi-Themas generell gegen die Deutschen. Vermutlich war sie eine V-Frau, die die Brände legte und ggf. auch für den Tod der beiden Männer im Wohnwagen zuständig war. Die System-Presse in Deutschland hat wieder ein Dauer-Kaugummi-Thema wie damals bei Wulff.
Mehr als suspekt die ganze Sache !

Rainer_J

18.08.2012, 17:30 Uhr

Sehe ich auch so. Und offenbar hat die gute Frau das sprechen verlernt (wahrscheinlich aus versehen, wie die Vernichtung aller Akten und Unterlagen auch).

Diese Terrorzelle ist meiner Meinung nach ein Kunstprodukt des Verfassungsschutzes. Die Mordwaffen ist untergejubelt und die (Schutzgeld)-Morde gehen auf das Konto der organisierten Kriminalität.

Kritiker

18.08.2012, 18:42 Uhr

Man muss ja nicht immer wenn es um Utreile geht nach anderen Ländern schauen, aber in Mordfällen sollte man schon den blick nutzen dürfen.
Im Regelfall gilt in Deutschland lebenslänglich ca. 25 Jahre, wenn man sich "artig" benimmt kann man nach 15 Jahren wieder auf freien fuß kommen. Egal wieviel Menschen die Person getötet hat, deswegen wäre ich dafür das man pro Mord Lebenslänglich bekommt.
Denn meistens werden dieses Personen wieder rückfällig.
Natürlich wird jetzt wieder die Menschrechte Diskutiert, aber Mörder und andere Täter achten auch nicht auf Menschrechte.
Bei Vergewaltigern hat man schon oft gemerkt das diese Leute, wenn sie frei sind wieder Rückfällig werden.
Solche Personen sind nicht heilbar und deswegen pro Starftat wie Mord sollte man pro Mord Lenslänglich und bei Vergewaltigung die Jahreszahl mal der Straftat.
Die Todesstrafe lehne ich kategorisch ab.

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