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31.07.2012

12:39 Uhr

Nürburgring-Pleite

Beck will nicht zurücktreten

Es tue ihm leid, sagt Rheinland-Pfalz Ministerpräsident Beck und gibt Fehler zu. Er will aber nicht wegen der Nürburgring-Pleite zurücktreten. Die landeseigene Förderbank ISB sieht er nicht in Gefahr.

„Es tut mir leid“: Kurt Beck gesteht Fehler ein. dpa

„Es tut mir leid“: Kurt Beck gesteht Fehler ein.

Mainz/MünchenNach der Pleite des Nürburgrings hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) Fehler zugegeben. Es tue ihm „mehr als nur leid“, dass seine Regierung das Großprojekt eines Freizeitparks am Ring früher nicht anders beurteilt habe. „Jetzt zeigt sich, das ist zu groß geraten“, sagte Beck der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag).

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Er übernehme die „Gesamtverantwortung“ für die jetzige Lage. Einen Rücktritt, wie von der Opposition gefordert, lehnt der Regierungschef aber ab. „Ich habe in meinem Leben noch nie die Angewohnheit gehabt, davonzulaufen, wenn etwas schwierig war.“ Auf die Frage, ob er bis zum Ende der Legislaturperiode 2016 im Amt bleiben wolle, bekräftigte der 63-Jährige: „Solange meine Gesundheit das erlaubt, werde ich meine Aufgabe erfüllen.“

Der Ministerpräsident betonte in dem Interview, er habe die Bürger vor der Landtagswahl 2011 nicht über die Aussichten am Nürburgring belogen. Falls 200 Millionen Euro verloren gingen, was er nicht glaube, werde „das Land nicht handlungsunfähig“. Er habe sich in den vergangenen Jahren Hunderte Male gefragt, „gab es einen Punkt, an dem Du aus damaliger Sicht anders hättest entscheiden müssen“. Aber hinterher sei man immer schlauer.

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Die oppositionelle CDU sieht, gestützt auf ein Rechtsgutachten, die landeseigene Förderbank ISB bei der Finanzierung des Nürburgring-Ausbaus in Pleitegefahr. Beck sagte dazu: „Das ist für meine Begriffe zu weit hergeholt. Wir haben das gemacht, was Förderbanken der Länder und des Bundes schon immer gemacht haben.“ An diesem Mittwoch (1.8.) befassen sich damit Landtag und Ausschüsse in Sondersitzungen.

Auf die Frage, wie es mit der Formel 1 weitergehe, antwortete Beck mit Blick auf die nun verantwortlichen Sanierungsexperten im Insolvenzverfahren des Nürburgrings: „Das weiß ich nicht, das liegt nicht mehr in unserer Hand.“ Formel-1-Chef Bernie Ecclestone habe Interesse an der Eifel bekundet.

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Die Modernisierung der Rennstrecke und der Bau des Erlebnisparks mit Achterbahn und anderen Einrichtungen waren mit 486 Millionen Euro aus Steuermitteln gefördert worden. Es sei aber kein Prestigeprojekt gewesen, sondern der Versuch, mehr Besucher in die Eifel zu locken und dort neue Arbeitsplätze zu schaffen, erklärte Beck.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

31.07.2012, 13:20 Uhr

Wann sieht Herr Beck endlich ein, dass unter seiner Leitung die Karre völlig im Dreck gelandet ist?
Statt sich vorher mit den einheimischen Hoteliers u. Gastronomen über das Konzept zu unterhalten, wurden sämtliche Warnhinweise von Herrn Beck nach "Gutsherrenart" völlig ignoriert! Herr Beck muß weg!

Ameliegnom

31.07.2012, 13:30 Uhr

wenn Beck deswegen zurücktreten soll dann frag ich mich wann Schäuble und Merkel ihren Hut endlich nehmen?
Denn die Beiden verheizen gerade unser gesamtes Volksvermögen nach Brüssel und die Mehrheit der Deutschen finden dieses auch noch gut? (...)
Kurt Beck hat in Rheinland Pfalz hervorragende Arbeit geleistet, wir liegen in der Arbeitslosigkeit mit an niedrigster Stelle in der Statistik, Beck hat sich in vielen Bereichen verdient gemacht und ist trotzdem immer nahe an uns Bürger geblieben.
Den Nürburgring sollte man ihm jetzt mal verzeihen, niemand ist fehlerfrei oder seid ihr das etwa? Unsd noch ist ja nicht aller Tage Abend am Nürburgring.
Ich werde Beck auf jeden Fall wieder wählen auch wenn ich ansonsten absolut gegen die SPD bin.
+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

Sparer

31.07.2012, 15:32 Uhr

Ich behaupte, dass im öffentlichen wie privaten Leben gelebt und Geld verprasst wird. Überall werden Fantasie-Bedürfnisse geweckt. Bei der Umsetzung der hochgelobten, teueren Projekte ist dann recht schnell das Ende der Fahnenstange erreicht und der Absturz folgt unweigerlichfrüher oder später.....

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