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08.01.2014

15:39 Uhr

Nur 4,36 Milliarden Euro

Maut brachte 2012 weniger ein als geplant

Eine Viertelmilliarde Euro weniger als geplant: Die Lkw-Maut spülte 2012 nicht so viel in die Kassen des Bundes wie erwartet. Und das, obwohl die Gebühr auf vierspurige Bundesstraßen ausgeweitet worden war.

Aus den Mauteinnahmen von 2012 wurden nach Angaben der Regierung insgesamt 3,49 Milliarden Euro in Bundesfernstraßen investiert – 2,7 Milliarden Euro davon in Autobahnen, gut 780 Millionen Euro in Bundesstraßen. dpa

Aus den Mauteinnahmen von 2012 wurden nach Angaben der Regierung insgesamt 3,49 Milliarden Euro in Bundesfernstraßen investiert – 2,7 Milliarden Euro davon in Autobahnen, gut 780 Millionen Euro in Bundesstraßen.

BerlinMit der Lkw-Maut sind im Jahr 2012 insgesamt 4,36 Milliarden Euro eingenommen worden. Das seien 248 Millionen Euro weniger als erwartet, teilte die Bundesregierung am Mittwoch unter Berufung auf den Tätigkeitsbericht der Verkehrsinfrastruktur-Finanzierungsgesellschaft mit.

Anfang August 2012 war die Gebühr für Lastwagen auf Bundesstraßen mit vier und mehr Spuren ausgeweitet worden. Die Bundesregierung hatte sich davon Mehreinnahmen von 100 Millionen Euro für den Verkehrshaushalt versprochen, die in den Ausbau und Erhalt des Straßennetzes gesteckt werden sollten. Auf Autobahnen wird bereits seit 2005 eine Lkw-Maut erhoben.

Aus den Mauteinnahmen von 2012 wurden nach Angaben der Regierung insgesamt 3,49 Milliarden Euro in Bundesfernstraßen investiert – 2,7 Milliarden Euro davon in Autobahnen, gut 780 Millionen Euro in Bundesstraßen. Das meiste Geld ging mit 630,6 Millionen Euro nach Bayern, es folgten Nordrhein-Westfalen mit 513,6 Millionen Euro und Hessen mit 439,6 Millionen Euro.

Der neue Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte kürzlich angekündigt, ab 2015 solle auch eine Pkw-Maut greifen und über eine Vignette in Höhe von etwa hundert Euro pro Jahr erhoben werden. Deutsche Autofahrer sollen demnach die Kosten erstattet bekommen. In der Opposition und bei der EU-Kommission stoßen die Pläne auf Skepsis. Auch in der SPD bestehen Zweifel, ob die Bedingungen der schwarz-roten Koalitionsvereinbarung zu erfüllen sind.

Von

afp

Kommentare (2)

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Individualverantwortung

08.01.2014, 16:42 Uhr

Bitte "Nur 4,36 Millionen Euro" in der Überschrift korrigieren. Ganz so kläglich waren die Einnahmen dann doch nicht.

Account gelöscht!

08.01.2014, 16:43 Uhr

Nur 4.36 Millionen ?!
Tatsächlich etwas wenig.

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