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27.10.2011

16:26 Uhr

Oakland

Anti-Wall-Street-Demonstrant schwer verletzt

Bei einem Polizeieinsatz gegen die „Occupy Wall Street“-Bewegung im kalifornischen Oakland ist ein Irak-Veteran schwer verletzt worden. Der Man erlitt einen Schädelbruch und wird künstlich beatmet.

Am frühen Morgen räumte die Polizei  mit Tränengas und sogenannten „bean-bag“-Geschossen einen Platz in Oakland. dapd

Am frühen Morgen räumte die Polizei mit Tränengas und sogenannten „bean-bag“-Geschossen einen Platz in Oakland.

OaklandNach dem massiven Vorgehen der US-Polizei gegen die „Occupy Wall Street“-Bewegung im kalifornischen Oakland ringen die Ärzte um das Leben eines schwer verletzten Irak-Veteranen. Scott Olsen befinde sich weiterhin in kritischem Zustand, bestätigte ein Krankenhaussprecher in der Nacht zum Donnerstag. Der 24-Jährige wurde nach Angaben der Protestveranstalter am Dienstag von einem Tränengasbehälter am Kopf getroffen, den die Polizisten auf die Demonstranten gefeuert hätten, um sie vom zuvor geräumten Frank-Ogawa-Plaza fernzuhalten. Olsen habe einen Schädelbruch und eine Gehirnschwellung erlitten und werde künstlich beatmet, sagte Keith Shannon, der mit seinem Freund im Irak gedient hatte.

Die Polizei von Oakland räumte ein, Tränengas und sogenannte „bean-bag“-Geschosse gegen die Demonstranten eingesetzt zu haben. Sie wollte sich jedoch nicht dazu äußern, wie Olsen verletzt wurde. Der Vorfall werde untersucht.

Am Dienstag hatte die Polizei zunächst kurz vor Morgengrauen den Frank-Ogawa-Plaza geräumt, wo Mitglieder der Anti-Wall-Street-Bewegung seit mehreren Wochen ein Protestcamp aufgeschlagen hatten. 85 Occupy-Aktivisten wurden festgenommen.

Am Abend eskalierte die Gewalt, als die Polizei versuchte, die Demonstranten an einer Rückkehr auf den Platz zu hindern. Olsen sei gegen 23.00 Uhr ins Krankenhaus eingeliefert worden, sagten Freunde des Verletzten. Es sei schon ironisch, dass jemand, der zwei Mal im Irak im Einsatz gewesen sei, nun durch die Polizei von Oakland ernsthaft verletzt worden sei, sagte Adele Carpenter in einem Telefonat mit Reuters, das sie vom Wartesaal des Krankenhauses aus führte.

Olsen arbeitet nach Angaben seiner Bekannten als Software-System-Administrator. Es dürfte der bislang schwerwiegendste Vorfall bei einer der Protestveranstaltungen gegen das Finanzsystem sein, die im vergangenen Monat in New York begannen und inzwischen auch in zahlreichen anderen Städten in den USA und Europa stattfanden.

Von

rtr

Kommentare (13)

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redfox

27.10.2011, 18:30 Uhr

dasselbe spielt sich seit drei Tagen und Naechten in Los Angeles ab.

Account gelöscht!

27.10.2011, 18:44 Uhr

Irak-Veteran schwer verletzt worden
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Welch ein elitärer Mensch !!!
Hey, wer mit dem Feuer spielt kann sich die Finger verbrennen ,sogar Irak-Veteranen .

Account gelöscht!

27.10.2011, 19:08 Uhr

Demonstrationen vom bösen Volk mag die Obrigkeit nun mal gar nicht.
Bin gespannt, wann hier in Deutschland die Demos aus dem Ruder lauen, weil die Polizei auf Befehl hart ran geht

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