Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.06.2013

12:13 Uhr

OECD-Bericht

Deutschland hat vergleichsweise wenig Studenten

Ein aktueller Bericht der OECD zum Thema Bildung zeigt: In Deutschland besitzen weniger Menschen eine Hochschulabschluss als in den übrigen OECD-Ländern. Dennoch sehen Bildungsexperten einen „großen Standortvorteil“ für Deutschland.

Die Zahl der deutschen Hochschulabsolventen ist im Vergleich zu anderen OECD-Ländern unterdurchschnittlich. dpa

Die Zahl der deutschen Hochschulabsolventen ist im Vergleich zu anderen OECD-Ländern unterdurchschnittlich.

BerlinIn Deutschland ist der Anteil der Hochschulabsolventen noch immer geringer als in anderen Industriestaaten. Nur 28 Prozent der jüngeren Deutschen zwischen 25 und 34 Jahren können einen sogenannten Tertiärabschluss vorweisen, während es im Durchschnitt der Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in dieser Altersgruppe 39 Prozent sind, wie aus dem am Dienstag vorgestellten OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick“ hervorgeht. Die Studienanfängerquoten steigen demnach aber.

Deutschland zeichnet sich aber auf der anderen Seite durch eine hohe Bedeutung der beruflichen Ausbildung aus. Am deutschen Arbeitsmarkt hätten berufliche Qualifikationen einen ebenso hohen Stellenwert wie andere Bildungsabschlüsse, heißt es in dem Bericht.

Bildungserfolg und soziale Schichten

Schulerfolg hängt von sozialer Herkunft ab

Die Lehrer sind sich einig: Der Schulerfolg hängt maßgeblich von der sozialen Herkunft ab.

Der Einfluss der sozialen Schicht des Elternhauses auf die Leistung von Schülern ist sehr groß, sagen 33 Prozent der Lehrer, groß sagen 49 Prozent der Lehrer und gar nicht groß sagen 15 Prozent. Unentschieden sind drei Prozent der Lehrer.

Lehrer sehen zunehmende soziale Differenzierung

18 Prozent der Lehrer haben den Eindruck, dass die Leistungsunterschiede zwischen den Kindern aus verschiedenen sozialen Schichten zu 60 Prozent an Grundschulen zugenommen haben, 17 Prozent haben den Eindruck, die Unterschiede haben zu 63 Prozent an Haupt/Realschulen zugenommen, 37 Prozent meinen, der Unterschied habe an Gymnasien zu 45 Prozent zugenommen.

Mittlere soziale Schichten

Von Kinder aus mittleren sozialen Schichten besuchen 52 Prozent ein Gymnasium, 33 Prozent eine Realschule, sieben Prozent eine Hauptschule, acht Prozent eine Mischform aus Haupt- und Realschule und 13 Prozent eine Gesamtschule.

Schwächere soziale Schichten

Von Kindern, deren Eltern aus schwächeren sozialen Schichten sind, besuchen 30 Prozent ein Gymnasium, 34 Prozent eine Realschule, 17 Prozent eine Hauptschule, elf Prozent eine Mischform aus Haupt- und Realschule und 18 Prozent eine Gesamtschule.

Höhere soziale Schichten

Von Kindern aus höheren sozialen Schichten besuchen 70 Prozent ein Gymnasium, 25 Prozent eine Realschule, fünf Prozent eine Hauptschule, ein Prozent eine Mischform aus Haupt- und Realschule und 14 Prozent eine Gesamtschule.

OECD-Bildungsexperte Andreas Schleicher wertete dies als „großen Standortvorteil“ für Deutschland. Dies sei auch ein Vorteil in der Finanzkrise der vergangenen Jahre gewesen.

Deutschland gehört auch zu den wenigen Ländern, deren Arbeitslosenquote in der Wirtschaftskrise nicht gestiegen ist. Die Quoten seien vielmehr zwischen 2008 und 2011 auf allen Bildungsniveaus rückläufig gewesen, erklärte die OECD. Im Jahr 2011 waren in Deutschland demnach zudem etwa elf Prozent der jungen Menschen weder in Beschäftigung noch in Bildung oder Ausbildung, während es im OECD-Durchschnitt 16 Prozent waren.

Von

afp

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Rechner

25.06.2013, 13:14 Uhr

O-Ton OECD
-------------
In Deutschland besitzen weniger Menschen eine Hochschulabschluss als in den übrigen OECD-Ländern.
-------------

Diese Erbsenzählerei der OECD ist an Dummheit kaum noch zu überbieten.

Auf Qualität kommt es an - nicht auf Quantität.

Und erstere hat in Deutschland in den letzten 50 Jahren auch schon deutlich unter der Massenuniversität gelitten.

...

Natürlich fördert die Linke die Tendenz zur Volksverblödung unter dem Deckmantel von "Bildung für alle".

Denn wer soll sie sonst wählen?

Account gelöscht!

25.06.2013, 14:00 Uhr

Die meisten Studierten sind doch heute nur Arbeitsvieh und werden nicht besser bezahlt, als Leute, die "nur" einen Beruf erlernt haben, weil ihre Qualifikation in der Masse, wie sie heutzutage vorhanden ist, eigentlich gar nicht gebraucht wird. Wenn man die unbezahlte Studienzeit vom Einkommen abzieht, dann wird daraus ein schlechtes Geschäft.

Account gelöscht!

25.06.2013, 16:42 Uhr

Das dämliche Dummgeschwätz dieser OECD geht mir schon lange gewaltig auf die Nerven
Und ein besonderes Merkmal ist in den letzten Jahren, dass es immer irgendwas ist gegen Deutschland
Diese Organisation ist so überflüssig wie ein Kropf

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×