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11.12.2012

15:28 Uhr

Öffentlicher Dienst

Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr Lohn in den Ländern

Verdi und der Beamtenbund wollen für die Beschäftigten der Länder 6,5 Prozent mehr Lohn durchsetzen. Verdi will die Forderung für drei Millionen Arbeitnehmer geltend machen. Die Tarifverhandlungen starten im Januar.

Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske kritisierte den Gehaltsrückstand in den Ländern. dpa

Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske kritisierte den Gehaltsrückstand in den Ländern.

BerlinDie Gewerkschaften wollen im kommenden Jahr für rund eine Million Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst der Länder Lohnerhöhungen um 6,5 Prozent durchsetzen. Dies beschlossen die Tarifkommissionen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sowie des Beamtenbundes (dbb) am Dienstag in Berlin, wie Verdi-Chef Frank Bsirske mitteilte. Die Laufzeit des Tarifvertrages solle zwölf Monate nicht überschreiten. Das Ergebnis soll zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamten der Länder sowie 650.000 Pensionäre von Ländern und Kommunen übertragen werden. Damit wird laut Verdi über die Bezüge für drei Millionen Menschen verhandelt.

Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder, der nur Hessen nicht angehört, sollen am 31. Januar 2013 beginnen. Laut Bsirske sind bereits weitere Verhandlungsrunden für Februar und Mitte März vereinbart. „Wir haben uns heute dazu entschlossen, eine Entgeltforderung in Höhe von 6,5 Prozent mit einer sozialen Komponente zu erheben", sagte Bsirske.

Der Gehaltsrückstand in den Ländern auf wichtige Branchen der Wirtschaft sei in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Dies sei nicht länger hinnehmbar, zumal in den kommenden zehn Jahren etwa ein Viertel der Beschäftigten bei den Ländern altersbedingt ausscheide. Zudem wolle Verdi einen Beitrag zur Stabilisierung der Konjunktur leisten.

Der dbb-Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt warnte vor einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Die Länder müssten bei der Bezahlung Anschluss an Bund und Kommunen halten.

Von

rtr

Kommentare (12)

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Rene

11.12.2012, 15:48 Uhr

Diese Gewerkschaften ruinieren uns Arbeitnehmer noch. Wer soll denn SCheiß bezahlen? Bestimmt nicht Arbeitslosen und Rentner. Es bleibt wieder am Steuerzahler kleben. Können die sich nicht mal mit ihren Gehältern zufrieden geben und mal bescheiden leben? Die Reichen flüchten eh in die Schweiz nur der Arbeitnehmerdepp muß für die Gewerkschaften bluten. Wie soll man als Beamter auch seine Produktivität steigern? Da schwillt mir der Kamm...

nullbockunternehmer

11.12.2012, 15:53 Uhr

Diese Beamtenparasiten sind einfach unersättlich.
Die gewerbliche Wirtschaft ist auf dem Weg nach unten und der
Herr Beamte möchte 6,5 % mehr haben. Der Weg in den Staatsbankrott ist uns sicher.

Karin

11.12.2012, 15:55 Uhr

Wer so etwas noch fordert in Krisenzeiten gehört einfach weg gesperrt!! Das ist schon kriminell, da der Steuerzahler schon genug bluten muß. Der ÖD muß schliesslich nicht am Hungertuch nagen!

Ja erhöht die Gehälter, dann spart man bei den sozial Schwachen und soziale Unruhen sind vorprogrammiert. Wie dämlich und narzisstisch kann man nur sein!!

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