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18.01.2009

19:16 Uhr

Öffentlicher Dienst

Kein Tarifgleischschritt für Bund, Länder und Kommunen

ExklusivVor der Gehaltsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder haben die Arbeitgeber Tariferhöhungen im Gleichschritt mit Bund und Kommunen eine klare Absage erteilt.

Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring ist der Verhandlungsführer der Arbeitgeber. Foto: ap ap

Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring ist der Verhandlungsführer der Arbeitgeber. Foto: ap

BERLIN. „Die Kommunen haben im vergangenen Jahr einen zu hohen Tarifabschluss gemacht, jetzt laufen ihnen in etlichen Bereichen die Kosten davon“, sagte Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) dem Handelsblatt. „So etwas werden wir in den Ländern nicht zulassen“, sagte Möllring, der Verhandlungsführer der Arbeitgeber ist. Die von den Gewerkschaften geforderte Tariferhöhung von acht Prozent sei „abwegig“.

Die Tarifgespräche beginnen am Montag in Berlin. Sie betreffen insgesamt rund zwei Millionen Bedienstete der Bundesländer. Die Gewerkschaften Verdi und DBB Tarifunion orientieren sich mit ihrer Acht-Prozent-Forderung an dem, was sie 2008 bereits für die Beschäftigten von Bund und Kommunen verlangt hatten. Tatsächlich erreichten sie damit im vergangenen Frühjahr Erhöhungen in Stufen von 5,1 und 2,8 Prozent über eine Laufzeit von gut zwei Jahren.

Den Vorwurf der Gewerkschaften, dass es massive Probleme gebe, qualifiziertes Personal für den öffentlichen Dienst zu gewinnen, wies Möllring zurück: „Wir bekommen im Schnitt noch 20 bis 60 Bewerbungen auf eine Stelle.“ Das sei nicht gerade ein Indiz für mangelnde Attraktivität. Offenbar wüssten viele Bewerber gerade in wirtschaftlich schwieriger Zeit, den Faktor Arbeitsplatzsicherheit zu schätzen. Verdi hatte berichtet, die Bundesregierung zahle mittlerweile vierstellige Gehaltszuschläge, um IT-Spezialisten zu bekommen.

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