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07.03.2006

11:36 Uhr

Öffentlicher Dienst

Streiks nun auch in Thüringen

Die Streikwelle im öffentlichen Dienst hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Mittlerweile sind in elf Bundesländern Staatsdiener im Ausstand. Sogar in Thüringen wird jetzt gestreikt - dort wehrt man sich allerdings nicht gegen die 40-, sondern gegen die 42-Stunden-Woche.

Streikende Staatsdiener in Thüringen. Foto: dpa

Streikende Staatsdiener in Thüringen. Foto: dpa

HB ERFURT. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi legten Mitarbeiter eines Thüringer Straßenbauamtes und des Landesrechenzentrums die Arbeit nieder. 120 der 200 aufgerufenen Beschäftigten hätten sich beteiligt, hieß es. Viele Beamte in Ämtern könnten sich nicht am Ausstand beteiligen; es gebe aber keine Streikbrecher.

Die Thüringer Landesbediensteten verlangen die Übernahme des seit 2005 geltenden Tarifvertrages für Beschäftigte von Kommunen und Bund. Thüringen gehört zu den Bundesländern, die den Vertrag nur übernehmen wollen, wenn die Beschäftigten einer 42-Stunden-Woche und Abstrichen bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld zustimmen.

In den Kommunen kämpft Verdi für den Erhalt der Arbeitszeit von 38,5 Stunden in der Woche. Die Arbeitgeber verlangen eine Verlängerung der Arbeitszeit auf bis zu 40 Wochenstunden. Für den Länderbereich gehen die Gespräche am kommenden Freitag weiter. Der Arbeitskampf hatte am 6. Februar in Baden-Württemberg begonnen.

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