Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.03.2013

15:57 Uhr

Öffentlicher Dienst

Über 40.000 Beschäftigte im Warnstreik

In den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst machen die Gewerkschaften weiter Druck. Rund 43.000 Beschäftigte bundesweit folgten am Dienstag den Warnstreikaufrufen. Am Donnerstag gehen die Gespräche weiter.

Mit Transparenten und Fahnen ziehen hunderte Demonstranten durch die Innenstadt von Hannover. dpa

Mit Transparenten und Fahnen ziehen hunderte Demonstranten durch die Innenstadt von Hannover.

BerlinVor der nächsten Runde in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder haben die Gewerkschaften mit Warnstreiks in mehreren Bundesländern Druck auf die Arbeitgeber gemacht. Rund 43.000 Beschäftigte beteiligten sich nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Dienstag an den Protesten. Die Tarifverhandlungen für die rund 800.000 Beschäftigten der Länder gehen am Donnerstag und Freitag in die dritte Runde.

An zentralen Kundgebungen in Hannover, Stuttgart, München, Bremen, Magdeburg und Dresden nahmen laut Verdi unter anderem Beschäftigte von Straßen- und Autobahnmeistereien, Universitäten, Verwaltungen, Polizei sowie angestellte Lehrer teil.

Nach Schätzungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fielen rund 5000 Unterrichtsstunden aus. Die Gewerkschaften forden für die Beschäftigten unter anderem 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Bereits am Montag hatten mehr als 12.000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt.

Die Gewerkschaften erwarteten von den Arbeitgebern nun ein "verhandlungsfähiges Angebot", erklärte Verdi-Chef Frank Bsirske. Die Beschäftigten seien nicht bereit, "sich mit der Hinhaltetaktik der Arbeitgeber abzufinden".

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, erklärte: "Die brüske Haltung der Arbeitgeber gegenüber ihren Beschäftigten lässt den Druck im Kessel weiter steigen." GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad warnte die Arbeitgeber, ohne eine Entgeltordnung für Lehrer werde es keinen Arbeitsfrieden in den Schulen geben.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×