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22.03.2012

02:20 Uhr

Öffentlicher Dienst

Warnstreiks in weiteren Bundesländern

Die Gewerkschaft ver.di hat wieder zehntausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Am Donnerstag könnte es zu Behinderungen in sechs Bundesländern kommen.

Kundgebung im Rahmen eines Warnstreiks der Beschäftigten des öffentlichen Dienst am Mittwoch in Köln. dapd

Kundgebung im Rahmen eines Warnstreiks der Beschäftigten des öffentlichen Dienst am Mittwoch in Köln.

BerlinDie Warnstreiks im öffentlichen Dienst sorgen am heutigen Donnerstag für Behinderungen in Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Rheinland-Pfalz. Die Gewerkschaft ver.di hat wie an den vergangenen Tagen Zehntausende Beschäftigte zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Gehalt Nachdruck zu verleihen.

Zudem haben die Kommunalgewerkschaft komba und die dbb tarifunion in Frankenthal (Rheinland-Pfalz) eine Warnstreikaktion geplant. Ver.di zufolge haben sich in dieser Woche bereits 138.000 Beschäftigte an den Warnstreiks beteiligt. Am Mittwoch hätten in Nordrhein-Westfalen und in Berlin rund 80.000 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt.

Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske drohte den Arbeitgebern derweil mit dem größten Arbeitskampf seit zwei Jahrzehnten. Wenn die entscheidende Verhandlungsrunde in der kommenden Woche nicht zu einem akzeptablen Ergebnis führe, „dann heißt es Urabstimmung und Arbeitskampf“, sagte er am Mittwoch in Köln.

Warnstreiks im öffentlichen Dienst in NRW

Video: Warnstreiks im öffentlichen Dienst in NRW

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Die kommunalen Arbeitgeber streben in der dritten Verhandlungsrunde am 28. und 29. März in Potsdam eine Einigung an und fordern Kompromissbereitschaft von den Gewerkschaften. „Wir wollen einen Abschluss“, sagte ihr Verhandlungsführer Manfred Hoffmann. Beide Seiten müssten sich aufeinander zu bewegen. „Die Arbeitgeber sind dazu bereit“, sagte er. Ein weiteres Angebot werde es nicht geben. Die Arbeitgeber bieten bislang 3,3 Prozent Lohnsteigerung über zwei Jahre.

Von

dapd

Kommentare (8)

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Persaldo

22.03.2012, 07:25 Uhr

die können doch froh (und freundlicher ) sein, dass sie noch einen halbwegs sicheren Job haben.
Dabei ist die Strassenbahn zB in Stuttgart, seit Jahren viel zu teuer - die Bürger sollten endlich mal streiken, weil sie ausgenommen werden wie eine Weihnachtsgans - das geht nicht mehr lange gut.

Rene

22.03.2012, 09:06 Uhr

Das schöne an Streiks ist, dass man nicht arbeiten muß und faul auf der Haut liegen kann. Und dafür gibts am Ende sogar noch mehr Geld.
Und je länger man sich der Arbeit durch Streiks verweigert, umso höher könnte am Ende das Schröpfen des Steuerzahlers ausfallen.
Eigentich hat uns Arbeitnehmer der ÖD voll im Würgegriff.

wolle100

22.03.2012, 09:14 Uhr

Sogenannte Warnstreiks in dieser Dimension, mit ganztägigen Ausständen in vielen Branchen gleichzeitig, sollten vom Gesetzgeber verboten werden. Aber dazu haben die Politiker nicht den nötigen Mut. Als Warnstreiks sollten nur kurzzeitige, auf ein bis zwei Arbeitstunden begrenzte Arbeitsniederlegungen gelten. Wenn die Gewerkschaften damit keinen Erfolg haben, sollten sie dann gleich eine Urabstimmung und ggsf. einem richtigen Streik überlegen, eine Schlichtung anstreben oder mit den
Arbeitgebern weiter verhandeln.
Die seit Jahren üblichen "Warnstreiks" treffen breite Bevölkerungsschichten, die ja nicht Verhandlungspartner / Gegner der Gewerkschften sind.

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