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07.03.2012

09:20 Uhr

Öffentlicher Dienst

Warnstreiks sorgen für kilometerlange Staus

In den Ballungsräumen in NRW und Baden-Württemberg stehen Busse und Straßenbahnen seit dem Morgen still. Tausende Pendler müssen aufs Fahrrad oder Auto umsteigen. Die Mülltonnen bleiben stehen, etliche Kitas geschlossen.

NRW lahmgelegt

Video: NRW lahmgelegt

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Düsseldorf/StuttgartWegen der Warnstreiks im öffentlichen Dienst bleiben Busse und Straßenbahnen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg am Mittwoch vielerorts in ihren Depots. In den frühen Morgenstunden traten unter anderem Beschäftigte der Verkehrsbetriebe im Ruhrgebiet, in Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Karlsruhe in den Ausstand. „Die Fahrzeuge stehen still“, sagte Günter Isemeyer, Sprecher der Gewerkschaft Verdi in NRW.

Tausende Pendler in Nordrhein-Westfalen konnten nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren. Es kam zu kilometerlangen Staus auf den Straßen an Rhein und Ruhr. Der WDR sprach von insgesamt 148 Kilometern, deutlich mehr als üblich. Der Personennahverkehr kam in den Ballungsräumen Ruhrgebiet, Köln und Düsseldorf nahezu zum Erliegen. Verdi-Sprecher Günter Isemeyer sagte, die Busse und Bahnen seien ab drei Uhr in den Depots geblieben und würden erst am Donnerstagmorgen wieder fahren.

Auf einem Hinweisschild der Rheinbahn wird auf den Warnstreik hingewiesen. dpa

Auf einem Hinweisschild der Rheinbahn wird auf den Warnstreik hingewiesen.

Auch bei der Müllabfuhr, in städtischen Kindertagesstätten, Krankenhäusern und Altenheimen hatte Verdi zu Ausständen in dem bevölkerungsreichsten Bundesland aufgerufen. Wie viele sich an den Arbeitsniederlegungen beteiligten, wollte die Gewerkschaft am Mittag bekanntgeben.„Köln ist für 24 Stunden zu, da geht keine Straßen- und keine U-Bahn raus.“ Die ersten Bahnen würden erst am Donnerstagmorgen wieder fahren, hieß es weiter.

Uschi Schorlepp von Verdi in Baden-Württemberg sagte: „In Stuttgart, Esslingen und Karlsruhe hat kein Bus das Depot verlassen.“ Zudem sollen zahlreiche Kindertagesstätten, Behörden und Bäder in den betroffenen Bundesländern geschlossen bleiben und der Müll nicht abgeholt werden. In vielen Krankenhäusern wird nur ein Notdienst angeboten. Aktionen sind auch in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Brandenburg geplant.

Kommentare (5)

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Hoppel

07.03.2012, 09:35 Uhr

Ganztägige Warnstreiks, nachdem die Verhandlungen kaum begonnen haben. Das sind unnötige Machtspielchen zu Lasten der Bürger.

Besserwisser

07.03.2012, 09:44 Uhr

ha. und da sagt noch mal einer, dass niemand im öd arbeitet, sondern nur die anwesenheitspräme jeden monat erwartet. der streik zeigt deutlich, dass es ohne die hart arbeitenden mitarbeiter im öd eben nicht geht. nicht nur wirtschaftlich ist man hier abhängig, da ja viele auf den nahverkehr angewiesen sind, kommen auch rentner und arbeitslose mit ihren staatlich subventionierten tickets nicht von a nach b. ich finde den streik richtig, denn ohne streik würden viele noch eine 60h-woche haben und nur sonntags länger schlafen können.

Account gelöscht!

07.03.2012, 09:52 Uhr

@Hoppel
Welche Verhandlungen ? Verhandeln kann ich nur über etwas was auf dem Tisch liegt. Verdi hat ein Angebot/Forderung auf den Tisch gelegt welches von den Arbeitgebern als völlig unrealistisch zurückgewiesen wurde. Ein Gegenangebot von den Arbeitgebern gab es bislang nicht. Über was wollen Sie also verhandeln ? Über nichts ?
Es ist völlig richtig, dass bei dieser Passivität der Arbeitgeber Verdi durch die Warnstreiks gleich von Anfang an ein Zeichen setzt !

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