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17.05.2014

17:44 Uhr

Öko-Energien

100 Prozent Ökostrom?

Bis 2030 will Rheinland-Pfalz den Stromverbrauch komplett aus Öko-Energien decken. Es ist nicht das einzige Land mit einem so ehrgeizigen Ziel. Dafür sind viele Windräder nötig – und das löst Gegenwind aus.

Windräder in Rheinland-Pfalz: Die grüne Wirtschaftsministerin, Eveline Lemke, kämpft seit ihrem Amtsantritt vor drei Jahren für mehr erneuerbare Energien - vor allem für mehr Windkraft. dpa

Windräder in Rheinland-Pfalz: Die grüne Wirtschaftsministerin, Eveline Lemke, kämpft seit ihrem Amtsantritt vor drei Jahren für mehr erneuerbare Energien - vor allem für mehr Windkraft.

MainzEs ist ein Ziel, das viel Energie verlangt: In 16 Jahren - also 2030 - soll der Strom aus den Steckdosen in Rheinland-Pfalz komplett aus Öko-Energien stammen. Die erste grüne Wirtschaftsministerin eines Flächenlandes, Eveline Lemke, kämpft seit ihrem Amtsantritt vor drei Jahren für mehr erneuerbare Energien - vor allem für mehr Windkraft. Sie zeigt sich zuversichtlich, auch wenn es Widerstand gegen Windräder gibt.

„Wir sind auf dem richtigen Weg, um unser Ziel zu erreichen“, sagt Lemke. „Die Erzeugung aus erneuerbaren Energien hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt, im Bereich Windenergie lagen wir Ende 2013 mit einer installierten Leistung von 2303 Megawatt über Plan.“

Auch andere Länder haben ehrgeizige Pläne: In Schleswig-Holstein sollen bis 2020 nach Angaben der Agentur für Erneuerbare Energien - die von Unternehmen, Verbänden und Bundesregierung unterstützt wird - 300 Prozent des Stromverbrauchs aus „Öko“ gedeckt werden. Brandenburg peilt bis 2030 einen Anteil von 100 Prozent Erneuerbarer an.

Das Kohleland Nordrhein-Westfalen plant im Vergleich dazu bis 2025 einen Öko-Anteil am Stromverbrauch von mehr als 30 Prozent. Sechs Länder installierten 2013 noch mehr Windenergieleistung als Rheinland-Pfalz: Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, NRW und Mecklenburg-Vorpommern.

Warum haben die Länder so unterschiedliche Ziele? Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht die Gründe in den regionalen Potenzialen, den politischen Rahmenbedingungen, der Ausgangslage und der Akzeptanz in der Gesellschaft. Das Ziel von Rheinland-Pfalz erscheine „angesichts der vorhandenen Potenziale durchaus als realistisch“, sagt der DIW-Vizeleiter für Energie, Jochen Diekmann. „Der erreichbare Ausbau ist allerdings abhängig von den längerfristigen Förderkonditionen (Erneuerbare-Energien-Gesetz) und auch von der gesellschaftlichen Akzeptanz, insbesondere der Windkraftanlagen.“

Kommentare (1)

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19.05.2014, 08:53 Uhr

Wissen Sie was krotesk ist? Wenn -wie die letzten beiden Tage hier auf dem Hunsrueck alle Windkraftanlagen stillstehen. Also nichts erzeugen. Und wir dann 2030 zi 100% so"versorgt" werden sollen. 100% Oekostrom - ab und zu. :-)

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