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22.05.2015

03:45 Uhr

Ökostrom-Umlage

Bundestag entlastet zwei weitere Branchen

Zwei Branchen der Metallverarbeitung erhalten Strompreis-Rabatte und müssen zukünftig weniger Belastung durch die Ökostrom-Umlage befürchten. Damit profitieren schon Unternehmen aus 221 Bereichen von der Sonderregelung.

Die Ökostrom-Umlage wird auf den Strompreis aufgeschlagen und dient der Förderung von umweltfreundlicher Energie wie zum Beispiel der Wind-Energie. dpa

Windräder

Die Ökostrom-Umlage wird auf den Strompreis aufgeschlagen und dient der Förderung von umweltfreundlicher Energie wie zum Beispiel der Wind-Energie.

BerlinFür die energieintensive Industrie in Deutschland gibt es zusätzliche Ausnahmen von der Ökostrom-Umlage. Der Bundestag erweiterte die Strompreis-Rabatte am Donnerstagabend auf zwei weitere Branchen der Metallverarbeitung: auf oberflächenveredelnde und wärmebehandelnde Unternehmen sowie auf die Hersteller von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen. Nach Angaben der Koalition erhöht sich die Zahl der privilegierten Betriebe damit aber nur geringfügig. Betroffen seien lediglich rund 80 Unternehmen mit einem Jahres-Stromverbrauch von insgesamt etwa 0,75 Terawattstunden.

Die Ökostrom-Umlage wird auf den Strompreis aufgeschlagen und dient der Förderung von umweltfreundlicher Energie aus Wasser, Wind und Sonne. Mehr als 2000 energieintensive Unternehmen mit einem Stromverbrauch von über 100 Terawattstunden werden jedoch schon jetzt durch spezielle Rabatte teilweise von der Umlage entlastet. Die Zahl der Branchen, die von dieser Sonderregelung profitieren, steigt durch die jetzt beschlossene Reform von 219 auf 221.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Frau Ich Kritisch

22.05.2015, 08:05 Uhr

diese 0,75 Terrawatt sind das was ca 250 Tausend Haushalte im Jahr verbrauchen.

Und es werden vom Staat (46.275.000) 46 Millionen und 275 Tausend Euro weniger EEG-Umlage eingenommen.

Bei ca. 41 Millionen Haushalten macht das pro Haushalt ca. 1,10 Euro aus, wenn, ja wenn nur die Haushalte zahlen würden.

Aber der Rest der Industrie, Handwerk und Handel muss ja auch zahlen, so dass der Anteil der EEG Umlage pro Haushalt für die Betriebe, die keine EEG-Umlage zahlen wahrscheinlich bei 20 bis 30 Cent pro Jahr liegen dürfte.

Aber wie sieht die Rechnung bei den gesamten 100 Terrawatt aus?
Da verbrauchen plötzlich diese Energieintensiven Firmen soviel wie gut 33 Millionen Haushalte. Oder anders ausgedrückt, ein durchschnittlicher Haushalt zahlt bei einem Verbrauch von 3.000 KW 185 € EEG-Umlage im Jahr. Legt man die nicht gezahlte EEG-Umlage der 221 Branchen um nur auf die Haushalte, so zahlt jeder Haushalt 150 Euro pro Jahr für diese Betriebe. Mit anderen Worten, die Ersparnis pro Haushalt würde ca. 30 Euro im Jahr betragen wenn alle Betriebe zahlen müssten.

Herr Bernhard Ramseyer

22.05.2015, 09:13 Uhr

...so zahlt jeder Haushalt 150 Euro pro Jahr für diese Betriebe. Mit anderen Worten, die Ersparnis pro Haushalt würde ca. 30 Euro im Jahr betragen wenn alle Betriebe zahlen müssten. ..

Alles für den Arbeitsplatzerhalt, für den Erhalt der Betriebe und, und ...
Die Leier kennen wir. Energie künstlich verteuern und dann die Bürger - nicht die Profiteure - belasten.

Auf diesem Gebiet ist unsere Regierung Weltmeister.

Herr walter danielis

22.05.2015, 10:05 Uhr

Das EEG ist für den Staat ein gutes Geschäft. Herr Schäuble kann lachen. Der Staat verdient durch Umsatzsteuer, Gewerbesteuer und Einkommensteuer. Bezahlen muß es im wesentlichen der private Verbraucher. Er zahlt auch die Nachlässe für die Industrie. Auch der Mindestlöhner, Hartz 4erl, Student, Kleinrentner wird doppelt zur Kasse gebeten.

Die Energiewende bringt für das Weltklima nichts und ist wohl nur in Deutschland durchsetzbar.

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