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12.08.2012

11:55 Uhr

Ölförderung im Wattenmeer

Röslers Herz schlägt für deutsches Erdöl

VonKlaus Stratmann

Von wegen Energiewende: Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler zeigt mit einer Stippvisite auf einer Bohrinsel, dass er auch auf alte Energieträger setzt. Dabei sind die Bohrprojekte höchst umstritten.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler auf der Bohr- und Foerderinsel "Mittelplate" der RWE Dea AG. dapd

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler auf der Bohr- und Foerderinsel "Mittelplate" der RWE Dea AG.

CuxhavenAlle Welt redet über die erneuerbaren Energien, Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FPD) dagegen hat auch ein Herz für fossile Energieträger: Am Freitag besuchte er gemeinsam mit RWE-Vorstandschef Peter Terium die Bohr- und Förderinsel Mittelplate. Die Plattform, gelegen nördlich von Cuxhaven im Wattenmeer, ist die einzige Einrichtung zur Ölförderung im Meer in Deutschland. „Ich möchte mit meinem Besuch darauf hinweisen, wie wichtig die heimische Ölförderung für unsere Versorgungssicherheit ist“, sagt Rösler.

RWE-Chef Terium kann die Unterstützung des Ministers gut gebrauchen. RWE Dea, das Tochterunternehmen, das Mittelplate gemeinsam mit Wintershall betreibt, hat Anträge für vier zusätzliche Bohrungen gestellt, drei davon im schleswig-holsteinischen Bereich des Wattenmeers, eine auf niedersächsischem Territorium.

Die Materie ist heikel, Naturschützer beäugen die Ölförderung im sensiblen Ökosystem Wattenmeer, das 2009 von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt wurde, skeptisch. Doch RWE betont, man setze mit Mittelplate im Bereich des Umweltschutzes Maßstäbe. Tatsächlich kann RWE Dea mittlerweile auf 25 Jahre störungsfreien Förderbetrieb verweisen. Und nach den Plänen der Fachleute können weitere 25 Jahre hinzu kommen.

Rösler bezeichnet den störungsfreien Betrieb als „Qualitätssiegel“. Er bewundere die dahinter steckende Ingenieursleistung. „Hier wird der Beweis erbracht, dass sich hohe Umweltstandards und Wirtschaftlichkeit nicht ausschließen“, sagt der Minister. Die technische Kompetenz in Sachen Umweltschutz, die auf der Bohrinsel gezeigt werde, habe das Zeug zum Exportschlager.

Kommentare (12)

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schmischo

12.08.2012, 12:42 Uhr

Endlich legt sich jemand mit diesen Ökosozialisten an!
Leider begeht er damit politischen Selbstmord. Die Argumentationskette dieser Ökopopulisten ist einfach aber wirkungsvoll. "Sind sie gegen UMWELTSCHUTZ?" die Antwort des Normaldenkenden: "Nein ich bin nicht gegen Umweltschutz, nur gegen diesen übertriebenen Umweltschutz." nun krakelt der Ökopopulist los: "Sie sind also doch gegen Umweltschutz!!!!" Und schon ist der Normaldenkende politisch Korrekt als Persona non grata abgestempelt. So haben sie die ganze Gesellschaft in der Hand und treiben mit diesem einfachen wie perfiden Mittel die Länder in die Ökodiktatur und damit in den verarmenden Ökosozialismus.

Ablasshandel

12.08.2012, 13:39 Uhr

Öl ist kein Energieträger von gestern. Die Amerikaner und ihre Vasallen unterwerfen doch nicht die Ölstaaten weil sie die demokratisieren wollen.
Wirtschaft und Militär brauchen Erdöl. Erdöl ist für hunderte von Jahren vorhanden und wird immer mehr, weil es abiotisch in der Erdkruste laufend entsteht. Das ist nachgewiesen wird aber der Öffentlichkeit vorenthalten. Mal nach Ölschwindel googeln. Was da steht sollen wir nicht wissen, damit die Ölfirmen und Regierungen abkassieren können. Insofern ist Rösler mal einmal auf der richtigen Seite.

nasowas

12.08.2012, 15:16 Uhr

Rösler auf einem Schnellboot.
Wie geht das?

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