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14.07.2017

15:39 Uhr

Offizielle Zahl viel zu hoch

Weniger Polizisten als angenommen wurden bei G20 verletzt

Die Gewalt während des G20-Gipfels in Hamburg richtete sich offenbar weniger gegen Personen, als es bislang den Anschein hat. Die Zahl der 476 verletzten Polizisten ist laut einem Medienbericht zu hoch.

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Am Sonntag, dem Tag nach dem G20-Gipfel in Hamburg verschickte die Polizei eine Pressemitteilung: „Die Zahl der verletzten Polizeibeamtinnen und -beamten erhöhte sich auf 476“, stand darin. Bei einer Pressekonferenz ließ Einsatzleiter Hartmut Dudde keinen Zweifel daran, dass die Demonstranten daran Schuld hatten. Er nannte die Zahl im Zusammenhang mit den verwüsteten Straßenzügen und angezündeten Autos, mit gezündeter Pyrotechnik und geworfenen Steinen. Doch nun scheint es, als seien nur sehr wenige Polizisten von Demonstranten verletzt worden.

Laut dem Portal Buzzfeed meldete mehr als die Hälfte der in der Statistik aufgetauchten Polizisten ihre Verletzung schon vor Beginn der Krawalle. Das gehe aus einer Umfrage unter den Polizeibehörden aller 16 Bundesländer und der Bundespolizei hervor. Die Zahl 476 bezieht sich demnach auf die „erweiterte Einsatzphase“ vom 22. Juni bis zum 10. Juli.

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Nach den Polizeieinsätzen während des G20-Gipfels wird in mehr als 30 Fällen gegen Beamte ermittelt. In den meisten Ermittlungsverfahren geht es um den Vorwurf der Körperverletzung.

Zudem seien zum Beispiel auch Kreislaufstörungen bei dem warmen Wetter als „Verletzungen“ gezählt worden. Nur 21 der Beamten seien so schwer verletzt gewesen, dass sie auch am Folgetag nicht hätten arbeiten können, so Buzzfeed.

Die Bundespolizei zählte zum Zusammenhang mit den G20-Protesten zwei schwerverletzte Beamte, die 16 Bundesländer meldeten keinen einzigen.

Von

che

Kommentare (1)

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Herr Heinz Keizer

14.07.2017, 15:55 Uhr

na ja, wenn Buzzfeed das schreibt. Muß ja dann wohl stimmen. Das Problem ist nicht, ob es zwei verletzte Polizisten mehr oder weniger sind. Hier wird schon wieder beschönigt und relativiert. Auch die Meldung, dass der Staatsanwalt gegen 35 Polizisten ermittelt. Wieviele von den Gewalttätern werden denn angeklagt? Und wieviele zum Schluß verurteilt? Das viel Schlimmere ist, dass Straftäter Unterstützung und Verständnis von linken Politikern und Medien erfahren. Das sind die wahren Übeltäter.

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