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31.01.2005

22:21 Uhr

Opferzahl in Aceh gestiegen

Interesse an deutschem Frühwarnsystem

Nach der Entscheidung Indonesiens für das deutsche Tsunami-Frühwarnsystem erhoffen sich die Potsdamer Geoforscher weitere Bestellungen.

HB POTSDAM. Inzwischen habe sich auch der Botschafter Malaysias bei einem Treffen intensiv über die Technik informiert, sagte der Leiter des Geoforschungszentrums (GFZ), Rolf Emmermann, am Montag in Potsdam. Sie lasse sich gut mit den bestehenden Warneinrichtungungen in Malaysia verbinden. Mehr als fünf Wochen nach der Flutkatastrophe stieg die Zahl der Toten oder Vermissten im Norden der Insel Sumatra auf fast 236 000. Insgesamt wurden aus der Krisenregion bislang rund 280 000 Todesopfer gemeldet.

Emmermann hofft, auch Sri Lanka von dem im GFZ entwickelten System überzeugen zu können. Am Samstag war bekannt geworden, dass Indonesien die deutsche Entwicklung installieren will. Im Gegensatz zum amerikanischen System im Pazifik könne das deutsche mit Hilfe von Bojen Erschütterungen direkt auf dem Wasser feststellen, erklärte Emmermann. „Sie können millimetergenau messen, wie sich die Boje bewegt.“ Die Gefahr eines Fehlalarms sei deutlich geringer. Ein Frühwarnsystem für den gesamten Indischen Ozean wird laut Emmermann rund 45 Millionen Euro kosten.

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