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10.08.2015

12:42 Uhr

Organspende

Kassen verschicken erneut Spende-Ausweise

Knapp 70 Millionen Organspende-Ausweise werden in den Briefkästen landen: Die Krankenkassen schicken allen Versicherten ab 16 Jahren einen Vordruck, mit dem sie sich für oder gegen eine Organentnahme entscheiden können.

Nach dem Gesetz entscheiden die Angehörigen eines Verstorbenen über eine Organentnahme, wenn man nicht selbst eine Entscheidung dafür oder dagegen trifft. dapd

Ein Organspendeausweis

Nach dem Gesetz entscheiden die Angehörigen eines Verstorbenen über eine Organentnahme, wenn man nicht selbst eine Entscheidung dafür oder dagegen trifft.

HamburgDie Krankenkassen verschicken in den kommenden Monaten knapp 70 Millionen Organspende-Ausweise an ihre Versicherten. Nach der Reform des Transplantationsgesetzes von 2012 sind die Kassen verpflichtet, alle zwei Jahre einen solchen Vordruck allen Bürgern ab 16 Jahren zukommen zu lassen.

Allein die Techniker Krankenkasse (TK) bringt bis Ende Oktober mehr als acht Millionen Briefe auf den Postweg, wie die Kasse am Montag in Hamburg mitteilte. Die TK wies darauf hin, dass nach dem Gesetz die Angehörigen eines Verstorbenen über die Organentnahme entscheiden, wenn man nicht selbst eine Entscheidung dafür oder dagegen trifft.

Kürzlich hatte die katholische Deutsche Bischofskonferenz mehr Aufklärung der Menschen über die Organspende gefordert. Es reiche nicht aus, „wenn die Bürger regelmäßig von ihrer Krankenversicherung angeschrieben und dazu aufgefordert werden, eine persönliche Entscheidung zur Spendenbereitschaft zu fällen“, hieß es in einer Orientierungshilfe der Glaubenskommission der Bischöfe.

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Die Deutsche Stiftung Organtransplantation verzeichnete im ersten Halbjahr 2015 wieder eine leichte Zunahme der Organspenden. Von Januar bis Juni 2015 hätten 464 Menschen Organe gespendet, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 435.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Old Harold

10.08.2015, 14:24 Uhr


Die Spendenbereitschaft würde explodieren, wenn die Entscheidung über die Spenden, nicht mehr korruptionsanfälligen Ärzten überlassen würde, sondern exakt nach Warteliste erfolgte:

Wer sich in einer Spenderdatei am längsten als Spender hatte eintragen lassen, stünde als Empfänger ganz oben. Wer nicht zur Spende bereit ist, würde als Empfänger stets nach hinten durchgereicht.

Alle sonstigen Appelle und Werbemaßnahmen kann man sich getrost sparen!

Herr Walter Rizzi

10.08.2015, 17:22 Uhr

Ich bin schon lange Organspender und trage den Ausweis auch immer in meinem Geldbeutel bei mir. Ich kann aber auch die Vorbehalte vieler verstehen. Es fehlt einfach die Transparenz bei diesem doch sehr sensiblen Thema.

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