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16.01.2013

16:32 Uhr

Pannenairport

Aufsichtsrat feuert Berliner Flughafenchef Schwarz

Der Personalwechsel an der Spitze der Berliner Flughafengesellschaft ist komplett. Wegen der Krise um den künftigen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg muss der Chef der Betreibergesellschaft, Rainer Schwarz, gehen.

Der Flughafenchef Rainer Schwarz vor der Aufsichtsratssitzung der Flughafengesellschaft. dpa

Der Flughafenchef Rainer Schwarz vor der Aufsichtsratssitzung der Flughafengesellschaft.

BerlinNach dem erneuten Debakel in Schönefeld muss der umstrittene Flughafenchef Rainer Schwarz seinen Hut nehmen. Der Aufsichtsrat entband ihn am Mittwoch von seinen Aufgaben als Geschäftsführer, wie der neue Chefaufseher des Hauptstadtflughafens, Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), mitteilte. „Herr Schwarz hat sein Dienstzimmer geräumt und den Betrieb verlassen“, sagte Platzeck. Der 55-Jährige Schwarz hatte den Posten seit Dezember 2005 inne. Ein Nachfolger wurde noch nicht benannt.

Wegen Baumängeln musste die Inbetriebnahme des Airports kürzlich bereits zum vierten Mal verschoben werden. Zuvor hatte es in den vergangenen Monaten bereits zwischen den drei Flughafengesellschaftern von Bund und Ländern Streit über die Rolle von Schwarz gegeben.

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Der neue Eröffnungstermin für den Hauptstadtflughafen BER wird erst in einigen Monaten feststehen. Das sagte der neue Aufsichtsratschef Platzeck. Er wies darauf hin, dass es noch einige Zeit dauern werde, bis feststehe, welche Mängel es alles gebe und „wir Grundlagen haben, die genehmigungsfähig sind“.

Technikchef Horst Amann gab im Gegensatz zu Platzeck bereits eine Einschätzung ab. Seiner Ansicht nach wird der Hauptstadtflughafen wahrscheinlich erst 2015 fertig. Das sagte Amann in einem ZDF-Interview, das am Mittwochabend ausgestrahlt werden sollte. „Ich gehe eher von 2015 aus“, sagte Amann. Den weiteren Fortgang auf der Baustelle des Pannen-Flughafens schilderte er wie folgt: „In den kommenden Monaten soll zunächst der aktuelle Bauzustand des Gebäudes ausführlich untersucht werden.“ Erst danach könnten die Restarbeiten wieder aufgenommen werden. Ein Termin im Herbst 2014 sei unter diesen Umständen nur noch unter optimalen Bedingungen einzuhalten, sagte Amann und wiederholte damit seine frühere Einschätzung.

Kommentare (7)

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Mauserspeck

16.01.2013, 17:06 Uhr

Endlich ist der Schuldige gefunden und entsorgt.
Die geballte Restkompetenz kann jetzt endlich mal zeigen
was sie kann. Leider wird sie von den Fehlern eines Einzelnen aus der Vergangenheit etwas gebremst. Alles wird gut !

Account gelöscht!

16.01.2013, 17:13 Uhr

Solange Herr Platzeck, dem die Ahnungslosigkeit ins Gesicht geschrieben steht den Aufsitzratsvorsitz inne hat, wir das Projekt auch weiterhin chaotisch laufen und Geld verschlingen.

AnonymousBanker

16.01.2013, 17:15 Uhr

Das sehe ich leider ganz anders. So lange die SPD im Aufsichtsrat mitmischt, ist das gesamte Projekt zum scheitern verurteilt. Wann begreift die Allgemeinheit endlich, dass sich die Politiker (insbesondere die SPD!!) endlich aus solchen Angelegenheiten rauszuhalten haben? Ich sehe das ganze wie die Kritiker - Es müssen Experten in den Aufsichtsrat und keine Politiker, die nichts von all dem verstehen!!!

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