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21.11.2014

20:40 Uhr

„Partei der Freiheit“

Grünen wollen 2017 wieder in die Regierung

Die Grünen wollen auch im Bund wieder an die Regierung. Wie das gelingen soll, darüber gibt es noch Streit. Grünen-Chef Cem Özdemir beansprucht jedenfalls den Titel „Partei der Freiheit“ für seine Truppe.

Cem Özdemir, Parteivorsitzender von Bündnis90/Grünen spricht bei der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen. Auf der dreitägigen Bundesdelegiertenkonferenz sollen die Weichen für weitere Regierungsbeteiligungen in den Ländern sowie ab 2017 auch im Bund gestellt werden. dpa

Cem Özdemir, Parteivorsitzender von Bündnis90/Grünen spricht bei der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen. Auf der dreitägigen Bundesdelegiertenkonferenz sollen die Weichen für weitere Regierungsbeteiligungen in den Ländern sowie ab 2017 auch im Bund gestellt werden.

HamburgDie Grünen wollen sich als „linksliberale Partei der Freiheit“ profilieren und 2017 wieder Regierungsverantwortung im Bund übernehmen. „Wir Grünen dürfen den Freiheitsbegriff nicht den anderen überlassen, nur weil die ihn marktliberal pervertiert haben“, sagte Parteichef Cem Özdemir bei der Eröffnung des Grünen-Bundesparteitags am Freitag in Hamburg.

Er forderte auch eine „wertegeleitete Außenpolitik“. Humanitäre Hilfe allein reiche in internationalen Krisen nicht aus. „Wir müssen IS stoppen und zurückdrängen“, sagte Özdemir zum Konflikt mit Islamisten im Irak und in Syrien. Er räumte unterschiedliche Positionen in der Partei zur Außen- und Sicherheitspolitik ein und forderte eine „respektvolle Debatte“ der rund 500 Delegierten.

Mit Blick auf den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine forderte Özdemir die Linkspartei auf, sich vom russischen Präsidenten Wladimir Putin zu distanzieren. „Ein Linker hat an der Seite von Putin und Schwulenfeinden nichts zu suchen.

Die Grünen dürften das Thema Freiheit nicht den konservativen oder rechten Parteien überlassen, die eine Freiheit für wenige anstreben, sagte Özdemir weiter. „Wir wollen Freiheit für die ganze Gesellschaft.“ Freiheit bedeute nicht, dass Politik den Menschen vorschreibt, mit welchem Verkehrsmittel sie reisen oder wie sie sich ernähren sollen, sagte Özdemir.

Die Forderung nach einem fleischlosen „Veggie Day“ in den Kantinen hatte den Grünen bei der Bundestagswahl 2013 geschadet. Damals fuhr die Partei mit 8,4 Prozent ein enttäuschendes Ergebnis ein.

Kommentare (2)

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Herr Manfred Zimmer

21.11.2014, 20:43 Uhr

Die GRÜNEN scheinen nach allen Seiten offen zu sein.

Sie wissen, wer nach allen Seiten offen ist, der kann nicht ganz dicht sein.

Die GRÜNEN sollten besser ihre eigene Vergangenheit aufarbeiten und sich von alten Fahrensleuten distanzieren.

Herr Teito Klein

21.11.2014, 20:50 Uhr

Die Grünen versuchen sich neu aufzustellen.
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Grünen-Chef Cem Özdemir beansprucht den Titel „Partei der Freiheit“ für seine Truppe.

Da hat er sich wohl versprochen. Die Grünlinge sind eine Verbots- und Vorschrifts-Partei.
Sie sind Ökofaschisten. Sie forderten einen "Vegie-Day. Sie fordern die Verspargelung der Landschaft durch Vogelschredderanlagen.
Jetzt wollen sie sogar mit der mehrfach umbenannten SED koalieren.
Stand die SED für "Freiheit"? Das wäre mir neu! Aber es ist vielleicht die Freiheit, welche die Grünlinge meinen.

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