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21.09.2014

20:00 Uhr

Partei verliert Mitglieder

Auch Domscheit-Berg verlässt die Piraten

Einige der überzeugtesten Anhänger verlassen die Piraten. Nach Christoph Lauer geht nun auch die Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg. Die Abtrünnigen sind enttäuscht von der ehemaligen Hoffnungsträgerin der Parteienlandschaft.

Verlassen sie ein sinkendes Schiff? Das Wortspiel sollte bei den Piraten eigentlich nicht bemüht werden, doch die aktuelle Situation gibt einen Anlass: Auch Anke Domscheit-Berg kehrt der Partei den Rücken. dpa

Verlassen sie ein sinkendes Schiff? Das Wortspiel sollte bei den Piraten eigentlich nicht bemüht werden, doch die aktuelle Situation gibt einen Anlass: Auch Anke Domscheit-Berg kehrt der Partei den Rücken.

PotsdamDie frühere Landesvorsitzende der brandenburgischen Piraten, Anke Domscheit-Berg, tritt aus der Partei aus. Das kündigte die Netzaktivistin am Sonntag auf ihrer Internetseite an: „Vor 2,5 Jahren wurde ich Mitglied der Piratenpartei, weil ich glaubte, innerhalb der Partei effektiver für meine Überzeugungen kämpfen zu können. Ich trete nun aus, weil ich glaube, dass inzwischen das Gegenteil der Fall ist.“ Erst vor wenigen Tagen hatte der amtierende Berliner Landesvorsitzende Christopher Lauer die Partei verlassen.

Der politische Geschäftsführer der Bundespartei, Kristos Thingilouthis, sagte der Nachrichtenagentur dpa über Domscheit-Berg: „Ich finde es schade, dass sie geht.“ Es sei aber abzusehen gewesen, fügte er hinzu. „Sie war unzufrieden.“ Die 1968 in Premnitz (Havelland) geborene Domscheit-Berg war von August 2013 bis Juli 2014 Landeschefin der Piraten in Brandenburg.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Tobias Wahrsager

22.09.2014, 13:47 Uhr

Das große Problem mit den Piraten ist ihre Zerstrittenheit, ihr fehlendes wirtschaftliches Profil, sowie ihr vergleichsweise geringer Respekt vor dem geistigen Eigentum. Derselbe Berliner Internetunternehmer mit Piraten-Zugehörigkeit, der seine eigenen Patente mit Hauen und Stechen verteidigte, forderte großkotzig eine, dass elektronische Publikationen umsonst sein müssen.
So etwas kostet in für die Piraten relevanten künstlerisch-schriftstellerischen Milieu viel Sympathien.
Und wo sind Aussagen der Piraten zur Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik oder Umweltpolitik? Im Parteiprogramm mögen sie irgendwo drin stehen. Bekannt ist einer breiteren Bevölkerungsschicht davon wenig. Auch mit dem Thema Netzsicherheit ist das so eine Sache. Gewiss, der Bürger
möchte nicht gerne von staatlichen Stellen ausgekundschaftet werden. Indes, in Zeiten, in denen ISIS
westliche Bürger wegköpft, ist vielen Bürgern die
Internetüberwachung zwecks Abwehr islamistischer Terroraktionen im Zweifelsfall doch wieder nicht so zuwider.

Herr Tobias Wahrsager

22.09.2014, 13:47 Uhr

Das große Problem mit den Piraten ist ihre Zerstrittenheit, ihr fehlendes wirtschaftliches Profil, sowie ihr vergleichsweise geringer Respekt vor dem geistigen Eigentum. Derselbe Berliner Internetunternehmer mit Piraten-Zugehörigkeit, der seine eigenen Patente mit Hauen und Stechen verteidigte, forderte großkotzig eine, dass elektronische Publikationen umsonst sein müssen.
So etwas kostet in für die Piraten relevanten künstlerisch-schriftstellerischen Milieu viel Sympathien.
Und wo sind Aussagen der Piraten zur Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik oder Umweltpolitik? Im Parteiprogramm mögen sie irgendwo drin stehen. Bekannt ist einer breiteren Bevölkerungsschicht davon wenig. Auch mit dem Thema Netzsicherheit ist das so eine Sache. Gewiss, der Bürger
möchte nicht gerne von staatlichen Stellen ausgekundschaftet werden. Indes, in Zeiten, in denen ISIS
westliche Bürger wegköpft, ist vielen Bürgern die
Internetüberwachung zwecks Abwehr islamistischer Terroraktionen im Zweifelsfall doch wieder nicht so zuwider.

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