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19.09.2011

18:22 Uhr

Parteienforscher

„FDP läuft dem Zeitgeist hinterher“

Die Liberalen würden vom Wähler wegen Opportunismus abgestraft, glaubt Manfred Güllner. Er rät allen Parteien davon ab, den Bürgern nach dem Munde zu reden und bescheinigt der FDP einen „einmaligen Niedergang“.

Die Mimik von Christoph Meyer, FDP-Spitzenkandidat in Berlin, spricht Bände über den Zustand der Partei. dpa

Die Mimik von Christoph Meyer, FDP-Spitzenkandidat in Berlin, spricht Bände über den Zustand der Partei.

DüsseldorfDie Hoffnung der FDP, mit einem euro-skeptischen Kurs, ihre Wähler zurückzugewinnen, wird sich nicht erfüllen. "Generell haben Europa und der Euro die Parteipräferenzen und letztlich das Wahlverhalten noch nie beeinflusst. Trotz aller Euro-Skepsis und abnehmender Akzeptanz der Maßnahmen zur Rettung der europäischen Währung wird sich daran auch aktuell nichts ändern", schreibt Manfred Güllner, Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Handelsblatt.

Güllner warnt die Liberalen davor, dem Zeitgeist hinterherzulaufen. "Wer glaubt, Politik an Mehrheitsmeinungen (und noch fataler: an vermeintlichen Mehrheitsmeinungen) ausrichten zu müssen, wird dafür vom Wähler in aller Regel nicht belohnt, sondern wegen opportunistischen Verhaltens abgestraft." Der Niedergang der Liberalen sei in der Bundesrepublik einmalig. Noch nie habe es in der Wahlgeschichte einen derart dramatischen Vertrauenseinbruch für die kleinere Regierungspartei gegeben.

Güllner rät allen Parteien davon ab, den Bürgern nach dem Munde zu reden: "Nicht nur die FDP, auch die anderen Parteien wären gut beraten, wenn sie auch bei den anstehenden Entscheidungen in der Euro- und Finanzkrise nicht nach Mehrheitsmeinungen schielen würden, sondern nach sorgfältiger Abwägung die Lösungen wählen, die sie für richtig und geboten halten." schreibt der Meinungsforscher.

Von

tor

Kommentare (5)

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peto

19.09.2011, 18:44 Uhr

derr "chef" ist leider ein vollidiot...

MikeM

19.09.2011, 19:02 Uhr

Der Versuch, angebrachte Kritik an einem noch nie dagewesenen Ausverkauf Deutschlands zu kritisieren und als "vermeintliche Mehrheitsmeinung" abzutun zeugt von unglaublicher Arroganz und Kurzsichtigkeit, Herr Güllner! Ihrem Institut sage ich den Untergang voraus, wenn es Sie weiter beschäftigt!

gabsch

19.09.2011, 19:56 Uhr


....ich weiß nicht wie es anderen Lesern geht?...aber ich
frage mich,-"von wem wurde denn der Herr Meinungsforscher
Güllner bestochen"...

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