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03.01.2011

15:55 Uhr

Parteispenden

Das meiste Geld fließt in CDU-Kassen

Die CDU hat 2010 mit Abstand am meisten Parteispenden von Unternehmen und Verbänden bekommen, gefolgt von CSU und FDP. Größter Spender war der Autobauer BMW, der CDU, CSU, FDP und SPD Fahrzeuge im Wert von 477 874 Euro überlassen hat.

Autobauer BMW: Gespendete Fahrzeuge an die Union, Liberale und SPD dpa

Autobauer BMW: Gespendete Fahrzeuge an die Union, Liberale und SPD

HB BERLIN. Auf dem Konto der Christdemokraten gingen im vergangenen Jahr demnach Spenden in einer Gesamthöhe von rund 1,1 Millionen Euro ein (1 103 236,62). Das berichtete das Internetportal abgeordnetenwatch.de in Berlin. Die Christsozialen erhielten rund 509 000 Euro, die FDP 446 000 Euro. Geringer war das Spendenaufkommen bei den Oppositionsparteien. Die SPD erhielt 350 000 Euro, die Linken 175 000 Euro und die Grünen 60 000 Euro. Insgesamt bekamen die sechs Parteien rund 2,6 Millionen Euro.

An zweiter Stelle der Spender folgt den Angaben zufolge die Deutsche Vermögensberatung AG (inklusive ihrer Tochtergesellschaft Allfinanz). Der Finanzdienstleister spendete insgesamt 400 000 an CDU und FDP. Die dritthöchsten Spenden verteilte der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie. CSU und FDP erhielten zusammen 380 000 Euro.

Auch zwei nicht im Bundestag vertretene Parteien profitierten im vergangenen Jahr von Großspenden. Eine Zuwendung des Verlegers und DVU-Gründers Gerhard Frey an die DVU in Höhe von gut einer Million Euro ebnete den Weg für eine Fusion mit der NPD. Die NPD erhielt 150 000 Euro von einem "Verein zur Pflege nationaler Politik e.V.". Spenden über 50 000 Euro müssen dem Bundestagspräsidenten unverzüglich gemeldet werden. Sie werden daraufhin im Internet veröffentlicht.

Kommentare (1)

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Leasingnehmer

03.01.2011, 18:12 Uhr

Wenn nur Parteispender - entsprechend der Spendenhöhe- wählen dürften, hätten CDU/CSU + FDP eine satte 80%-Mehrheit. Womit nun durch den Markt nachgewiesen sein dürfte, dass die Politik dieser Regierung den unmittelbaren interessen der betroffenen Großspender am nächsten steht. Nichts Neues, zugegeben.

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