Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.05.2011

12:38 Uhr

Parteispenden

Wirtschaftsunternehmen wenden sich von der FDP ab

Die FDP hat nicht nur mit stark sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen. Auch die Parteieinnahmen sind letzten Jahr rapide zurückgegangen - vor allem weil sich Großspender von der Partei abwenden.

Der Mitgliederschwund bei der FDP setzt sich auch 2011 fort. Quelle: dpa/picture alliance

Der Mitgliederschwund bei der FDP setzt sich auch 2011 fort.

BerlinDie FDP verliert laut einem Bericht der „Frankfurter Rundschau“ Mitglieder und Einnahmen. Ende 2010 hätten die Liberalen noch 68.541 Mitglieder gehabt - fast 4000 weniger als im Bundestagswahljahr 2009 (72.116), berichtet das Blatt am Donnerstag. Auch in diesem Jahr setze sich der Mitgliederschwund ungehindert fort, sagte Parteisprecher Wulf Oehme dem Blatt: „Dass sich die Tendenz aufhellt oder gar dramatisch verbessert, können wir nicht erkennen.“

Der Parteisprecher räumte auch ein, dass sich die schrumpfenden Mitgliederzahlen, die mauen Wahlergebnisse der vergangenen Monate und der damit verbundene Rückgang der staatlichen Parteienfinanzierung negativ auf die FDP-Kasse auswirke. „Natürlich bringen schlechte Wahlergebnisse, weniger Mitglieder und weniger Spenden schlechtere Finanzen mit sich“, sagte Oehme. Von einer „dramatischen Schieflage“ aber könne man nicht sprechen.

Gleichwohl wenden sich nach FR-Angaben inzwischen auch für gewöhnlich spendable Wirtschaftsunternehmen von der FDP ab. Das gehe unter anderem aus den vom Deutschen Bundestag veröffentlichten Großspenden in Höhe von mehr als 50.000 Euro hervor. Im Jahr der Bundestagswahl 2009 verzeichnete die Partei danach allein durch Großspenden Einnahmen von 1.655.043,58 Euro. 2010 kam die FDP dagegen nur noch auf ein Großspendenvolumen von 520.887, 41 Euro. Größte Spender im vergangenen Jahr waren die Allianz und der Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. In diesem Jahr verzeichnete die Partei bislang demnach erst Großspenden im Gesamtwert von 115.629,35 Euro, sie liegt damit allerdings noch immer auf Rang 2 hinter der Union.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Sabine

05.05.2011, 20:53 Uhr

Und von wem bekommen die Grünen ihre Spenden? Solarzellenhersteller. Und wie hoch sind diese Spenden? Wäre auch mal ne interessante Frage,

Stillfried

09.05.2011, 16:58 Uhr

Mit Spenden oder ohne, die FDP ist als Partei erledigt,
seitdem Herr Westerwelle das gesamte Parteiprogramm nur noch auf Steuersenkungen und Bedienen des angeblichen FDP-Klientels reduziert hat. Es ist erstaunlich, daß sich ein Ankündigungspolitiker wie Westerwelle so lange halten konnte. Der Dampfplauderer ist der Totengräber der FDP.Auch die Westerwelle Zöglinge -Rösler- Lindner etc werden das nicht mehr drehen. Frau Homburger war und ist als Faktionsvorsitzende auch intelektuell völlig überfordert.Die Partei büsst jetzt für dieses 'Pöstchen-Personal- ohne politischen Sachverstand.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×