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03.06.2012

15:51 Uhr

Parteitag der Linken

Neue Führung, alte Probleme

Der Parteitag in Göttingen sollte das Signal zum Aufbruch geben. Doch auch nach der Wahl einer neuen Führung steht die Linke vor Problemen, die vor allem die Partei selbst betreffen.

Linke hat neue Vorsitzende

Video: Linke hat neue Vorsitzende

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GöttingenDie Linkspartei steht vor einem Scherbenhaufen. Die neue Doppelspitze aus Katja Kipping und Bernd Riexinger ist kein Aufbruchsignal, sondern Ergebnis taktischer Manöver der Flügel. Die rund 550 Delegierten wählten zwei Vorsitzende, die weitgehend den Wünschen des fundamentalsozialistischen Flügels entsprechen.

Der Kandidat der Reformer, Dietmar Bartsch, unterlag Riexinger knapp, nachdem es zuvor zu scharfen öffentlichen Auseinandersetzungen zwischen beiden Lagern gekommen war.

Die Basis zeigte sich nicht gerade einigungswillig: Nach Riexingers Sieg stimmten seine Anhänger die „Internationale“ an - und provozierten das Lager von Bartsch. Der wirkte nach seiner Niederlage allerdings keineswegs zerknirscht. Offensichtlich war er froh, Lafontaine verhindert zu haben - sowie sich der Saarländer wohl freute, den Fraktionsvize aus dem Rennen geschlagen zu haben.

Linkspartei: Inhalte bleiben Fehlanzeige auf dem Parteitag

Linkspartei

Inhalte bleiben Fehlanzeige auf dem Parteitag

Nach langem Machtkampf um den Vorsitz der Linken steht die neue Parteispitze.

Zum offenen Streit trugen die grauen Eminenzen Gysi und Lafontaine leidenschaftlich bei. Gregor Gysi hörte sich an wie ein genervter Ehemann, der schon viel zu lange verheiratet ist: Wenn die Einigung nicht gelinge, sei eine Trennung besser, „als mit Hass, Tricksereien, üblem Nachtreten und Denunziation eine in jeder Hinsicht verkorkste Ehe zu führen“, schimpfte der Fraktionschef. Sichtlich erzürnt widersprach Lafontaine: „Es gibt keinen Grund, das Wort Spaltung in den Mund zu nehmen.“ Eine Trennung sei nur bei gravierenden programmatischen Differenzen gerechtfertigt. Das Partei-Programm sei aber mit über 90-prozentiger Mehrheit verabschiedet worden.

Zumindest konnte die Parteitagsregie den totalen Showdown verhindern: Erst zog die nordrhein-westfälische Landeschefin Katharina Schwabedissen ihre Kandidatur für eine weibliche Doppelspitze mit der bisherigen Parteivize Kipping zurück. Damit war so gut wie klar, dass Kipping das Rennen um einen der beiden Führungsposten machen würde.

Als dann bei der Wahl des zweiten Vorsitzenden die Parteilinke Sahra Wagenknecht in einer kurzen Rede auf eine Kandidatur verzichtete, bereitete sie damit ihrem Vertrauten Riexinger den Weg. Den bislang weithin unbekannten Gewerkschafter und baden-württembergischen Landeschef hatte der linke Parteiflügel um Lafontaine und seine Lebensgefährtin Wagenknecht erst wenige Tage vor dem Parteitag ins Gespräch gebracht.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

03.06.2012, 22:42 Uhr

Die PDS im Osten ist das Sprachrohr für Ex-Stasiler und DDR-Rentner mit Ostalgie und Gysi an der Spitze.

Die WASG kommt von der DKP und ist systemkritisch und Kapitalismus-feindlich und mit Lafo auch SPD-feindlich.

Ergo: Die passen genauso wenig zusammen wie Zange und Schnürsenkel.

Erspart uns euren leidvollen Untergang. Trennt euch besser gleich und bleibt jeweils bei euren Leisten. Das ist viel spannender und sind wir auch so gewohnt gewesen. DIe LINKE ist eine Zwangsheirat in der es nie die Liebe gab und geben kann.

Account gelöscht!

03.06.2012, 23:11 Uhr

Meine Vorraussage in 1/2 Jahr:

- Kipping ist wieder schwanger im 6. Monat
- Bartsch hat Sitzungen bei der anonymen Alkoholikern
- Lafo hat sich zurück gezogen und macht niemandem mehr die Türe auf
- Gysi verhängt KOntaksperre, weil wieder neue AKten aufgetaucht sind
- Wagenknecht ist auf Biokost umgestiegen udn wünscht sich händeringend ein Ost-West-Baby
- die Büros der LINKE sind verweist, die Briefkästen quellen über, niemand öffnet die Tür wenn man klingelt

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