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02.12.2011

13:58 Uhr

Parteitag der Piraten

„Raus aus dem Euro – das wäre zu einfach“

VonAndreas Niesmann

ExklusivWenn es nach den Piraten geht, sind Fahrscheine überflüssig, Drogen legal und die Euro-Krise? Naja. Der Abgeordnete Christopher Lauer blickt im Interview auf den Parteitag, von dem Handelsblatt Online live berichtet.

Christopher Lauer neben einem Plakatstand seiner Partei in Berlin. dpa

Christopher Lauer neben einem Plakatstand seiner Partei in Berlin.

Handelsblatt Online: Herr Lauer, nach dem spektakulären Wahlerfolg im September beginnt jetzt für Sie die politische Alltagsarbeit im Berliner Abgeordnetenhaus. Wie ist ihr erster Eindruck?

Christopher Lauer: Wir sind hier sehr charmant aufgenommen worden, die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen ist konstruktiv. Jetzt geht es für uns darum, dass wir uns in das parlamentarische System einarbeiten. Vermasseln wir das, werden alle sagen, war ja klar, dass die Chaoten das nicht hinbekommen. Bekommen wir das zu gut hin, heißt es, die sind ja schon angepasst. Es wird also spannend.

Was machen Sie anders als die etablierten Parteien?

Wir setzen auf Transparenz. Fast alle unserer Sitzungen kann man im Internet per Live-Stream verfolgen. Wenn das einmal nicht geht, etwa bei Personalfragen, veröffentlichen wir nachher ein Entscheidungsprotokoll.

Und das funktioniert?

Ja. Wir sind mit dem Versprechen der Transparenz angetreten und wir halten es ein. Was mich allerdings wundert ist, dass sich jetzt alle fragen, wann wir damit aufhören. Man könnte doch auch mal die anderen Parteien fragen, wann sie endlich damit anfangen.

Am Wochenende findet der Bundesparteitag der Piraten in Offenbach statt. Spielen sie und ihre 14 Kollegen aus dem Berliner Abgeordnetenhaus dort nach dem großen Wahlerfolg eine Sonderrolle?

Nein! An dem Parteitag nehmen wir als einfache Mitglieder teil. Funktionen spielen bei uns keine Rolle - darin unterscheiden wir uns von anderen Parteien. Auch der Bundesvorstand, dem ich ein Jahr lang angehört habe, kann sich keinesfalls sicher sein, dass sich von ihm favorisierte Anträge durchsetzen. Es gibt keine Leitanträge des Bundesvorstands, unsere Parteitage sind keine durchinszenierten Medienevents.

Deshalb gibt es keine vorher festgelegt Tagesordnung?

Genau. Wir stimmen am Anfang darüber ab, in welcher Reihenfolge wir die Anträge bearbeiten. Erfahrungsgemäß schaffen wir an einem Parteitagswochenende 60 bis 70 Einzelanträge. Man kann sich aber nie darüber sicher sein, ob es ein Thema wirklich auf die Tagesordnung schafft. Wir sprechen über die Themen, die die Mitglieder bewegen.

Kommentare (23)

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fondsberater

02.12.2011, 14:02 Uhr

kaum angefangen habens die schon hinter sich

Account gelöscht!

02.12.2011, 14:21 Uhr

Naja-
ziemlich halbgares Geschwätz.
Kurz nach der Wahl wußte er in einer TV-Sendung nicht mal wie hoch Deutschlands Sculden sind, klachte immer nur ziemlich dämlich rum, wie jetzt auch auf denm Foto.
Ein dummer grüner Junge mehr nicht
Ein Studienabbrecher, ein Hochbegabter, der leider nichts aus seiner Begabung macht.
Nun studiert er ein bißchen rum in Richtung Kunst etc. Ende nicht abzusehen
Früher hieß es mal "wer nichts wird, wird Wirt"
Heute scheint es Usus zu sein, wenn man nicht so recht was ist, kein fertiges Studium hat oder zig Sachen rumstudiert, geht man in die Politk, denn da ist man dann finanziell bestens versorgt. Der Steuerzahler sorgt ja fürs Wohlleben
Die Piraten sind im Geiste offenkundig die Kinder der Grünen.

Ramlon

02.12.2011, 14:41 Uhr

Was für ein Kauderwelsch diese Typen zu aktuellen Fragen und Problemen absondern. Dummdreist, sich ohne politischen und wirtschaftlichen Sachverstand, ohne Richtung, ohne Positionierung, auf die Politbühne zu begeben. Abschaffung von Tickets des ÖNV, Drogenfreiheit... So ein Kinderkram. Und wenn es mit Nachfragen in die Tiefe geht, bleiben die Aussagen vage, man verfällt in typischen Polit-Jargon, nichtssagend, unkonkret, abwiegelnd... Genau das, was sie angeblich "anders" machen wollen, was sie bestehenden Parteien vorwerfen. Nur die machen es, weil sie für die teils tiefgreifenden Probleme keine Standardlösung finden, während die Naseweise der Piraten keinen Schimmer haben (und "sich noch einlesen müssen..."). Lächerlich. Die sind bald wieder weg. Freue mich schon auf Polit-Talkshows mit solchen Deppen. Da gibts was zu lachen...

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