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28.09.2013

16:32 Uhr

Parteitag

Grüne gehen mit sich selbst ins Gericht

Führende Grünen-Politiker haben sich nach dem Wahl-Debakel selbstkritisch zum Wahlkampf geäußert. Die Anwärterinnen auf den Fraktionsvorsitz, Katrin Göring-Eckardt und Kerstin Andreae, führten einen Schlagabtausch.

Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (l), mahnt eine Rückbesinnung auf traditionelle Kernkompetenzen der Grünen an. dpa

Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (l), mahnt eine Rückbesinnung auf traditionelle Kernkompetenzen der Grünen an.

Auf dem Länderrat am Samstag in Berlin wurden aber auch unterschiedliche Akzente zum künftigen Kurs deutlich. Während der bisherige Spitzenkandidat Jürgen Trittin sozialpolitische Forderungen der Grünen im Grundsatz verteidigte, forderten etwa die mögliche künftige Fraktionschefin Kerstin Andreae sowie der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann grundlegendere Korrekturen.

"Unser Platz ist in der Mitte der Gesellschaft", sagte Kretschmann am Rande der Beratungen. Er warnte davor, das Thema Verteilungsgerechtigkeit zu stark zu betonen, denn dieses Thema sei von SPD und Linken schon besetzt. "Die Grünen sollten sich mit anderen Themen beschäftigen", mahnte er eine Rückbesinnung auf traditionelle Kernkompetenzen an.
Der frühere Parteichef Reinhard Bütikofer mahnte, in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft "das Kernthema der ökologischen Transformation wieder ins Zentrum zu rücken". "Wir haben unsere libertären Wurzeln vernachlässigt." Bütikofer kritisierte auch Verbotsdebatten wie um den sogenannten Veggie-Day.

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Die Grünen suchen nach einem neuen Antlitz. Es werden verschiedene Optionen durchgespielt. Im Gespräch ist auch eine Annäherung an die Wirtschaft. Der soziale Liberalismus macht bei den Grünen die Runde.

Trittin sagte, die Grünen hätten die Veränderungsbereitschaft der Menschen unterschätzt und "die Zahl der Gegner unterschätzt". Dabei räumte er auch eine persönliche Mitverantwortung ein. Maßgebliche inhaltliche Korrekturen lehnte Trittin aber ab: "Ich kann mit diesem Grundsatzprogramm prima leben."
"Wir werden auch in Zukunft unsere Stimme erheben gegen Lohndumping und soziale Ausgrenzung", verteidigte die saarländische Landtagsabgeordnete Simone Peter, die sich um den Bundesvorsitz der Grünen bewirbt, den sozialpolitischen Teil des Wahlprogramms der Partei. Gerade nach dem Ausscheiden der FDP aus dem Bundestag sollten die Grünen aber stärker deutlich machen: "Die eigentliche Bürgerrechts- und Freiheitspartei sind wir."

Kommentare (33)

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Account gelöscht!

28.09.2013, 17:16 Uhr

Zitat : Grüne gehen mit sich selbst ins Gericht

Die Gelben warten schon auf die GRÜNEN !

AfDgoHome

28.09.2013, 17:27 Uhr

So tief wie Gelb, kann Grün gar nicht fallen und Blau kommt aus dem 5% Loch ohnehin nicht heraus, [...]

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Account gelöscht!

28.09.2013, 17:37 Uhr

JÜRGEN TRITTIN
..............
solange dieser zyniker in dieser partei mitbestimmt,
kann von einsicht und neubesinnung keine rede sein.!
..
dieser zyniker gehört mit seiner vergangenheit zu den
hauptverantwortlichen des wahldebakels und sollte sich
nicht allzu sehr über das ausscheiden der fdp freuen.!
..
seine gesinnung ist alles andere als liberal und seine
vergangenheit in bezug auf sexuelle beziehungen mit ju-
gendlichen noch nicht geklärt..

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