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05.12.2011

12:23 Uhr

Parteitag in Berlin

Die K-Frage lässt die SPD nicht los

Die SPD-Spitze hat Mühe, die Debatte um den künftigen Kanzlerkandidaten in Zaum zu halten. Gabriel versucht das Thema einzufangen, indem er einen Zeitplan nennt. Doch auf dem Parteitag bleibt die K-Frage präsent.

Der SPD Vorsitzende Sigmar Gabriel. dpa

Der SPD Vorsitzende Sigmar Gabriel.

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat seine Partei aufgerufen, sich keine Debatte über ihren Kanzlerkandidaten für 2013 aufzwängen zu lassen. „Lasst Euch keine falschen Debatten zur Unzeit aufschwatzen“, sagte Gabriel am Montag auf dem Bundesparteitag in Berlin unter dem Beifall der rund 500 Delegierten. Er werde Ende 2012 oder Anfang 2013 einen Vorschlag machen. „Und dann entscheidet die Partei und sonst niemand“, versicherte Gabriel. Der Parteichef stand am Montag zur Wiederwahl an. Die Kanzlerkandidatur steht nicht auf der Tagesordnung des dreitägigen Kongresses. Dennoch werden die Auftritte von Gabriel wie auch von Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und insbesondere Ex-Finanzminister Peer Steinbrück mit besonderem Augenmerk verfolgt.

Dessen ungeachtet erzielte Gabriel bei seiner Wiederwahl ein schlechteres Ergebnis als bei seiner ersten Wahl vor zwei Jahren. Auf dem Parteitag erhielt Gabriel 447 Ja-Stimmen und damit nach Angaben der Parteitagsleitung eine Zustimmung von rund 91,6 Prozent. Vor zwei Jahren nach dem SPD-Debakel bei der Bundestagswahl war er auf 94 Prozent gekommen.

Gabriel hatte zuvor mit Blick auf die K-Frage in seiner Partei bekräftigt, dass er nur ein zweites Mal für den Parteivorsitz kandidiere und über nichts anderes abgestimmt werde. Er machte zugleich deutlich, dass er eine Kanzlerkandidatur nicht ausschließt. Die Medien würden am Dienstag womöglich schreiben: „Gabriel kandidiert und verzichtet zugleich“, sagte Gabriel, „das tue ich nicht“. Der SPD-Chef schloss damit seine eineinhalbstündige Rede, für die er fünf Minuten lang stehenden, rhythmischen Beifall erhielt.

Kommentare (9)

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Willie

05.12.2011, 12:31 Uhr

Das war viel „launiges“ Gelaber, wie wir es von ihm kennen………. Von den vielen „Kandidaten“ ist er halt derjenige, der intellektuell eher unterbelichtet ist….

Sein Zitat von Bebel/Liebknecht am Ende der Rede war enthüllend: Nicht betteln nicht bitten, nur mutig gestritten . Ja ja…. die gute alte Zeit…..

Die SPD hat nicht nur keine Vision und Führungsfiguren, sondern ist auch inhaltlich der lebendige Anachronismus. Man sollte ihr ein Museum bauen.

peer

05.12.2011, 12:34 Uhr

oh Gott, das tut schon weh, wie man hier den bewussten Bürger verarscht. Per Dekret der Illuminaten wird es Peer.

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Der Bilderberger Steinbrück als Kanzlerkandidat
Dienstag, 21. Juni 2011 , von Freeman um 20:09

Manchmal treten Vorhersagen schneller ein als man sie erwartet. Die langjährige Beobachtung zeigt nämlich, Politiker die bei der Bilderberg-Konferenz teilnehmen machen sehr oft einen steilen Aufstieg und landen in Führungspositionen. So auch Peer Steinbrück, den wir bei seiner Wanderung vom Paradiso Bergrestaurant als Bilderberg-Teilnehmer fotografieren konnten. Kaum aus St. Moritz zurückgekehrt und von einer Tournee um für sein Buch "Unterm Strich" zu werben, sowie vielen Vorträgen um sich unters Volk zu mischen, will der ehemalige Bundesfinanzminister wieder in die Spitzenpolitik zurückkehren und hat sich als Kanzlerkandidat der SPD angeboten.

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Der Bilderberger Steinbrück als Kanzlerkandidat http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/06/der-bilderberger-steinbruck-als.html#ixzz1fevI3MFP


AlexanderBerg

05.12.2011, 12:38 Uhr

Klassische Politik - gleich welcher Farbe - kann die Ursachen heute mehrheitlich wahrgenommener Probleme nicht lösen. denn es sind nur Symptome, mit der sie sich wie die Mehrheit, die sie gewählt hat, auseinandersetzt.

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