Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.06.2012

13:28 Uhr

Parteitag in Krefeld

NRW-CDU wählt Laschet zum neuen Vorsitzenden

Auf ihrem Parteitag hat die NRW-CDU Armin Laschet zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Zuvor gestand Ex-Chef Röttgen, dass er im Wahlkampf Fehler gemacht, aber „mit vollem Einsatz“ gekämpft habe.

Armin Laschet war zwischen 2005 und 2010 NRW-Integrationsminister. dpa

Armin Laschet war zwischen 2005 und 2010 NRW-Integrationsminister.

KrefeldArmin Laschet ist neuer Vorsitzender der nordrhein-westfälischen CDU. Auf einem Parteitag in Krefeld wurde der 51-Jährige am Samstag mit 80,3 Prozent der Stimmen gewählt. 120 Christdemokraten stimmten gegen den Aachener, 21 Delegierte enthielten sich. Laschet, der zwischen 2005 und 2010 NRW-Integrationsminister war, hatte keinen Gegenkandidaten. Er tritt die Nachfolge von Norbert Röttgen an, der nach der historischen Schlappe bei der Landtagswahl vor sieben Wochen seinen Rückzug erklärt hatte.

Der scheidende Parteichef der NRW-CDU, Norbert Röttgen, hatte zuvor zu einem schnellen Neustart aufgerufen. „Wir haben eine Niederlage erlitten, aber wir haben unser Selbstbewusstsein nicht verloren und auch nicht unsere Überzeugungen“, sagte der 46-Jährige auf dem Parteitag der nordrhein-westfälischen CDU in Krefeld. Er selbst habe Fehler gemacht und sei mit seinen Themen im Landtagswahlkampf nicht angekommen, räumte Röttgen vor rund 670 Delegierten ein. Detaillierter ging der 46-Jährige darauf nicht ein.

Er erklärte jedoch, dass er alles für einen Erfolg der CDU getan habe. „Ich habe gekämpft mit vollem Einsatz, bis an die Grenzen, die ich hatte“, sagte Röttgen und bezeichnete es als „Gebot der politischen Verantwortung“, nach der Wahlniederlage als Parteichef die Verantwortung zu übernehmen. Dennoch falle es ihm schwer, das Amt abzugeben.

Norbert Röttgen: „Ich habe gekämpft mit vollem Einsatz, bis an die Grenzen, die ich hatte.“ Reuters

Norbert Röttgen: „Ich habe gekämpft mit vollem Einsatz, bis an die Grenzen, die ich hatte.“

Der gescheiterte Spitzenkandidat Röttgen hatte sofort nach dem Wahldebakel - die CDU war am 13. Mai bei der Landtagswahl auf ein historisches Tief von 26,3 Prozent abgestürzt - seinen Rücktritt angekündigt. Drei Tage später hatte ihn Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als Bundesumweltminister entlassen. Auch ohne Amt werde er weiter in der NRW-CDU und der Bundespartei aktiv mitgestalten, betonte Röttgen bei seinem ersten Auftritt auf großer politischer Bühne seit seiner Entlassung.

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Tabu

30.06.2012, 11:34 Uhr

Wer hier auf wen folgt,ist mir in Deutschland herzlich
egal geworden..alles eine Clique,welche das Volk außen
vor läßt.Noch schlimmer.Gestern konnte man gut sehen,
wie Andersdenkende verhöhnt wurden.Auf Desinteresse
geschaltet und in die rechte Ecke gestellt wurde.
Und sowas lebt vom Steuerzahler..jaul..man macht sich
ja mitschuldig,wenn man sowas bezahlt.

Kapturak

30.06.2012, 12:28 Uhr


Röttgen bildet sich wahrscheinlich immer noch ein, demnächst grün-schwarzer Bundeskanzler zu werden. Gut, dass dieser Karrierist aus der aktiven Politik entfernt wurde.

Wutbuerger

30.06.2012, 13:12 Uhr

"Und sowas lebt vom Steuerzahler..jaul..man macht sich
ja mitschuldig,wenn man sowas bezahlt."

Vor allem dann, wenn man so etwas noch wählt.!!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×