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15.05.2012

20:41 Uhr

Parteivorsitz der Linken

Lafontaine schließt Kampfkandidatur aus

Oskar Lafontaine will Vorsitzender der Linkspartei werden. Doch auch Dietmar Bartsch hat seine Kandidatur verkündet. Damit steuert die Partei eigentlich auf eine Kampfabstimmung zu, doch die schließt Lafontaine aus.

Der frühere Vorsitzende der Linken: Oskar Lafontaine dpa

Der frühere Vorsitzende der Linken: Oskar Lafontaine

BerlinDas Führungschaos bei der Linkspartei dauert an und ein Comeback von Ex-Parteichef Oskar Lafontaine ist weiter offen. Die Parteispitze konnte sich am Dienstag bei einer Sitzung in Berlin nicht auf einen Kandidaten für den Parteivorsitz einigen. Die Debatte werde nun auf Regionalkonferenzen fortgesetzt, dann werde die Parteispitze erneut darüber beraten, sagte der Co-Vorsitzende Klaus Ernst.

Die Partei brauche eine Führung, die miteinander arbeiten und gemeinsam die Bundestagswahl vorbereiten könne. Bislang war Fraktionsvize Dietmar Bartsch einziger Kandidat für den Posten des Parteichefs. Außerdem hat nun jedoch auch Lafontaine seine Bewerbung angeboten, eine Kampfkandidatur aber ausgeschlossen.

Das Angebot Lafontaines sei auf breite Zustimmung gestoßen, sagte Ernst. Die viereinhalbstündige Diskussion sei sehr zivilisiert abgelaufen, es habe keine heftigen Auseinandersetzungen gegeben.

Lafontaine hatte zuvor erklärt, er knüpfe seine Bewerbung an die Bedingung, dass die Mehrheit der Partei ihn haben wolle und dass die Führung loyal zusammenarbeite. "Es ist also klar, dass eine Kampfkandidatur ausscheidet", fügte er hinzu. "Das wäre nicht unbedingt der krönende Abschluss meiner Karriere, nachdem ich bisher alle Aufgaben, die ich übernommen habe, ohne Kampfkandidatur übernehmen durfte". Ziel sei, dass die Linkspartei die Wahlen in Niedersachsen und dem Bund erfolgreich bestehe und über zehn Prozent der Stimmen erreiche.

Lafontaine sieht die Linke europaweit im Aufwind und verwies dazu auf die jüngsten Wahlergebnisse in Frankreich und Griechenland. "Wir sind der Überzeugung, dass eine Linke notwendig ist in Deutschland und in Europa - eine politische Kraft, die sich gegen den Sozialabbau und gegen den Demokratieabbau zur Wehr setzt." Seine Kandidatur um den Vorsitz habe er nicht früher bekanntgegeben, weil Personaldiskussionen erst dann geführt werden sollten, wenn Entscheidungen anstünden. "Jetzt steht die Entscheidung an, und jetzt haben Sie meine Erklärung", sagte er.

Kommentare (2)

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saraaaah

15.05.2012, 19:26 Uhr

Also bitte.. jemand wie Lafontaine kandidiert doch nicht um einen Posten..tsts wo kämen wir denn da noch hin :)

Gerdstulle

15.05.2012, 20:37 Uhr

Saraaah,
glauben Sie im ernst, dass Lafontaine mit einem guten Renteneinkommen sich das antun muss in Flügelkämpfe zu geraten. Er hat seine Kandudatur angeboten. Die Partei muss nun entscheiden, ob sie mit Lofo oder mit Bartsch die Menschen erreicht.
Lafo kann sich im Saarland austoben.
Nach einer Krebsbehandlung will man eigentlich nur noch sein Leben genießen.
Auch wenn Lofo sicherlich eitel ist, sollte man doch einfach sachlich bleiben.

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