Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.05.2012

15:08 Uhr

Parteivorsitz

Keine Bewegung im Machtpoker bei der Linken

Der eine will keine Kampfkandidatur, der andere will nicht weichen. Die Linke kommt in der Frage, wer künftig die Partei führen soll, nicht voran. Manche frotzeln schon über ein Duell im Morgengrauen.

Personalstreit bei der Linken: Oskar Lafontaine (v. l.), Dietmar Bartsch und Klaus Ernst. dpa

Personalstreit bei der Linken: Oskar Lafontaine (v. l.), Dietmar Bartsch und Klaus Ernst.

BerlinIm Machtkampf um den Parteivorsitz der Linken zeichnet sich zwei Wochen vor dem Parteitag noch immer keine Lösung ab. Dietmar Bartsch, bisher einziger offizieller Kandidat für das Spitzenamt, will nicht von seiner Bewerbung abrücken und damit den Weg für ein Comeback des früheren Linke-Vorsitzenden Oskar Lafontaine freigeben. Er zeigte sich aber offen für eine Doppelspitze mit Sahra Wagenknecht - der Lebensgefährtin Lafontaines. Wagenknecht und Lafontaine werden an diesem Sonntag bei einer Strategiekonferenz der Linken in Berlin als Hauptredner auftreten.

Parteichef Klaus Ernst mahnte im „Hamburger Abendblatt“ (Samstag): „An einem Kompromiss führt kein Weg vorbei, wenn wir als gemeinsame Partei überleben wollen.“ Eine zweite Chance werde die Linke weder im Osten noch im Westen bekommen. Ernst führt über das Wochenende Gespräche mit verschiedenen Leuten, wie eine Parteisprecherin bestätigte. Die Bundesspitze und die Landeschefs hatten sich in einer Sitzung am vergangenen Dienstag nicht auf Bartsch oder Lafontaine als neuen Parteivorsitzenden einigen können.

Lafontaine hatte in der vergangenen Woche sein Interesse an einer Rückkehr an die Linken-Spitze erklärt, aber eine Kampfkandidatur abgelehnt. Bartsch bekräftigte in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ („FAS“): „Ich habe vor sechs Monaten meine Kandidatur für den Parteivorsitz erklärt und rücke davon auch nicht ab. Es sei denn, es gibt völlig neue Bedingungen oder es trifft mich ein Ziegelstein.“

Zu einer möglichen Doppelspitze mit Sahra Wagenknecht sagte Bartsch in der „Welt“ (Samstag): „Wir sind beide stellvertretende Fraktionsvorsitzende und gehen uns nicht an die Gurgel.“ Wagenknecht habe eine Doppelspitze mit ihm aber bisher abgelehnt. Er habe sich zu diesem Vorschlag nie geäußert. „Das ist eine Frage, die zuallererst bei den Frauen liegt.“

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Matthes

19.05.2012, 15:45 Uhr

Einen so unzuverlässigen Kandidaten wie Lafontaine hat selbst DIE LiNKE nicht verdient. Sie sollten ihn endlich aufs Altenteil schicken.

Account gelöscht!

19.05.2012, 16:45 Uhr

Frau Wagenknecht hat Seife und Kreide gefressen seit sie lit Lafo Läiert ist. Der hat sie mit dem geschickten Schzug als Ossi-Konkurrentin ins Abseits geschickt. Sonst hatte sie immer Wutschweiss auf der Stirn und der 3. Satz bei Talk-Shows war immer "... die Deutsche Bank muss ihre Milliarrrrrden-Gewinne ans Volk abgeben ... ", das sagt sie nun nicht mehr und ihr Scham ist dahin. Den hat Lafo entsorgt im Nirvana der linken Müllhalde.

Account gelöscht!

19.05.2012, 17:02 Uhr

Matthes
Irrtum
Die Linke braucht jetzt jemanden, der rhetorisch absolut rüberkommt und die anderen drei Parteien, CDU-SPD-Grüne, so richtig vor sich hertreiben kann.
Und damit auch mal die Bürger aufklären kann, wie wir gerade von diesen drei Parteien verraten werden
Und das kann am besten Lafo
Und vertun Sie sich nicht, der hat hier noch viele Anhänger, gerade jetzt, wo die SPD, wie schon in der Weimarer Republik, mal wieder dabei ist, zur Verräter-Partei am Volk zu werden. Und wenn Bartsh sagt, er sei ja stellvertr. Fraktionsvors., dann muß ich mich aber fragen, wo war er denn die ganze Zeit? Gehört habe ich nichts von ihm in den letzten Jahren
Bartsch ist ein guter Mann, aber ihm fehlt leider rhetorisches Können und genau das ist aber wichtig um auch gehört zu werden.
Und der bisherige 2. Chef, Ernst, ist nichts weiter als ein gescheiterter Wessi, ein gescheiterter Gewerkschaftler und Rumpolterer, der der Partei nicht gerade nutzt.
Er kommt ja eher unsympatisch rüber
Zudem muß die Partei von ihrem Unsinn, den sie den Grünen nachgemacht haben, weg, nämlich von der Doppelspitze Mann-Frau
Jetzt müssen an die Spitze zwei Gute. Und da ist es völlig egal ob Mann oder Frau.
Aber von den Linken West kommt natürlich schon wieder so ein Geplärr.
man hat doch bei Gesine Löztsch gesehen, dass es mit ihr eine Katastrophe war.
Mit solchen Leuten kann man im Westen nicht punkten
Hinzu kommt, dass die Linke mit der Partei im Westen aufräumen muß. Z. T. sind das alte Kader aus unsren früheren längst verbotenen, kommunist. Parteien und damit kann man im Westen nicht punkten
Lafontain und Bartsch.
Bartsch könnte z. B. den Osten abdecken, dort ist er sehr beliebt.
Aber Reden halten im Bundestag, das kann Lafo besser
Man sieht es ja auch in der letzter Zeit, wenn Wagekneckt im TV ist, hochintelligent sagt sie was Sache ist, da können die anderen noch so viel motzen, sie wird nie ausfallend, sondern sie liefert Fakten und geau das brauchen wir

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×