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18.12.2012

15:54 Uhr

Patriot-Einsatz

Weihnachten an der türkisch-syrischen Grenze

Anfang 2013 startet die "Patriot"-Mission der Bundeswehr in der Türkei. Bis zu 400 Soldaten sollen den Nato-Partner vor syrischen Angriffen schützen. Die Verlegung könnte noch vor Weihnachten beginnen.

Soldaten bei einer Übung des Patriot-Flugabwehrsystems. Reuters

Soldaten bei einer Übung des Patriot-Flugabwehrsystems.

DüsseldorfDie „Patriot“-Flugabwehrraketen könnten nach Angaben der Bundeswehr bereits Ende Januar oder Anfang Februar an der türkisch-syrischen Grenze einsatzbereit sein. Das sagte Oberst Marcus Ellermann am Dienstag in Gnoien-Warbelow bei Rostock. Durch die jahrzehntelange Erfahrung sei die Truppe hervorragend vorbereitet, betonte der Kommodore des Flugabwehrraketengeschwaders 1. Die Nato stationiert das Waffensystem an der Grenze zu Syrien, um das Nato-Mitglied Türkei vor Angriffen aus dem Bürgerkriegsland zu schützen.
Ein genaues Verlegedatum der deutschen Soldaten ist noch nicht bekannt. Geplant ist, im ersten Kontingent zwei „Patriot“-Staffeln mit zusammen 170 Soldaten und jeweils sechs Startgeräten ab dem 23. Dezember zur Verlegung bereitzuhalten. Beide Staffeln kommen aus Mecklenburg-Vorpommern - aus Sanitz und Bad Sülze. Womöglich könne die Ausrüstung ab Anfang Januar verschifft werden, sagte Ellermann.

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Ellermann betonte den rein defensiven Charakter des Einsatzes. Kernauftrag sei es, die Luftverteidigung der Nato zum Schutz der Türkei und der türkischen Bevölkerung zu stärken. „Der Einsatz deutscher Kräfte dient nicht der Einrichtung oder Überwachung einer Flugverbotszone über syrischem Territorium.“
Bevorzugter Einsatzort der Staffeln ist laut Ellermann die im türkischen Südosten gelegene Großstadt Kahramanmaras, etwa 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Eine Entscheidung der Nato und der Türkei stehe jedoch noch aus.

Das deutsche Mandat für den Einsatz in der Türkei ist auf 400 Soldaten begrenzt und umfasst neben „Patriot“-Soldaten weitere Unterstützungstruppen. Zunächst gilt es bis Februar 2014. Die Kosten beziffert die Regierung auf etwa 25 Millionen Euro. Mit der neuen Mission wird die Bundeswehr annähernd 7000 Soldaten im Ausland haben.


Von

dpa

Kommentare (6)

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caesar4441

18.12.2012, 18:21 Uhr

Der Titel ist schon merkwürdig : "Weihnachten",später wird dann erklärt,daß die Patriots Anfang 2013 in die Türkei kommen.Weihnachten ist bekanntlich vor dem 1.Januar !
Aber es kommt noch dicker: Sie sollen auch noch die Türkei vor Angriffen aus Syrien schützen.Gleichzeitig wird in der Presse behauptet,Assad sei am Ende.Assad hat sicher Wichtigeres zu tun -auch falls er noch nicht am Ende ist- als die Türkei anzugreifen.Hält man uns für total vertrottelt ?

Account gelöscht!

18.12.2012, 18:55 Uhr

Die Stationierung ist deeskalierend?? Ich hoffe das sieht Russland als Verbündeter Syriens auch so. Für wie blöd hält man eigentlich das Volk? Luftangriffe auf die Türkei von Syrien? Jeder der auch nur einen Funken Verstand hat und die Lage dort objektiv beurteilt, wird diesen Schwindel erkennen.
Russland bringt Skatt Raketen in Stellung und lässt ihre Flotte ausfahren. Die USA mischt auch fleissig mit und über die bezahlten Söldner und Spezial Einheiten aus Frankreich, England, Katar und Saudi Arabien mag ich gar nicht schreiben.
Wer diese sehr gefährliche Situation unterschätzt, ist entweder grenzenlos naiv, oder ist an einem neuen (vielleicht Welt) Krieg interessiert. Wenn die Lage dort eskaliert, was durchaus zu erwarten ist, werden sich die NATO und Deutschland ganz sicher nicht zurückziehen.
Man provoziert und tut dann ganz überrascht wenn sich Syrien wehrt. Dann ist natürlich ein Grund zu einer grossen Offensive gerechtfertigt und man kommt dem Ziel Iran wieder ein Stück näher.
Jeder Abgeordnete der seine Zustimmung gegeben hat, macht sich wissentlich zum Mörder, wenn der Konflikt in Syrien eskaliert.

Boltar

18.12.2012, 20:54 Uhr

Nein...man hält uns nicht für vertrottelt...WIR SIND ES!
70 Jahre gezielte Volksverblödung - vornehmer als "Re-Education" bezeichnet, hat das Denkvermögen abgeschafft.

Oder wie kommt es sonst, daß die ca. 80% Vollpfosten zur Wahl gehen und Gestalten wie "IM Erika" wählen...wegen der tollen engen Hosenanzüge?

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