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02.04.2011

16:20 Uhr

Peer Steinbrück

SPD trägt zur Politikverdrossenheit bei

Ex-Finanzminister Peer Steinbrück hat seine Partei heftig kritisiert. Der Grund ist die Kommentierung des Ausgangs der jüngsten Landtagswahlen. Trotz Verlusten mangele es seiner Partei an notwendiger Selbstkritik.

Peer Steinbrück wird immer wieder als möglicher Kanzlerkandidat der SPD genannt. Quelle: dapd

Peer Steinbrück wird immer wieder als möglicher Kanzlerkandidat der SPD genannt.

BerlinEx-Finanzminister Peer Steinbrück hat seine eigene Partei wegen des Umgangs mit den Verlusten bei den Landtagswahlen heftig kritisiert und ihr mangelnde Selbstkritik vorgeworfen. Politiker, die von Tatsachen unbeeindruckt Kommentare abgäben, trügen nicht unerheblich zum Politikverdruss bei, sagte der Sozialdemokrat dem „Spiegel“ mit Blick auf die Kommentierung des Ausgangs der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. „Dazu hat die SPD angesichts stark enttäuschender Wahlergebnisse am vergangenen Sonntag einen bemerkenswerten Beitrag geleistet“, fügte er nach einem Vorabbericht vom Samstag hinzu.

Führende Sozialdemokraten hatten den Wahlausgang in den beiden Bundesländern fast durchweg positiv bewertet, obwohl die Partei schlecht abgeschnitten hatte. In Rheinland-Pfalz verlor die SPD rund zehn Prozentpunkte und ist auf einen Koalitionspartner angewiesen. In Baden-Württemberg stürzte die Partei sogar auf ihren historisch schlechtesten Wert ab und wird nun Juniorpartner in einer Koalition mit den Grünen.

Steinbrück wird immer wieder als künftiger Kanzlerkandidat der SPD genannt. Parteichef Sigmar Gabriel hat wiederholt für eine stärkere Rolle des Politikers ausgesprochen.

 

Von

rtr

Kommentare (8)

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aruba

02.04.2011, 17:39 Uhr

Guten Tag,....Dies ist nicht nur in Deutschland der Fall. Ich komme jetzt aus Paris. Da weiss die linke Hand nicht mehr was die rechte tun soll. Deshalb breucht es keinen Guido, keinen Steinbrueck, keine Merkel. Die Leute haben eine allgemeine Verdrossenheit. Auch das ist nicht neu. Besten Dank

Stefan3456

02.04.2011, 17:44 Uhr

Das ist genau der Grund warum die Bürger immer verärgerter werden!
Da wagt es doch tatsächlich einer der wenigen Parteipolitker die noch eine eigene Meinung haben, das auszusprechen was die Bürger denken und wird dafür gerüffelt. Unfassbar!!..
Wie schizophren muss man denn eigentlich sein, wenn man ständig seine Wahlergebnisse schönredet und nicht anerkennen will, dass offensichtlich aus der Sicht der Wähler starke Defizite in den Politkinhalten als auch in der Darstellung bestehen?
Das gilt genauso für CDU und FDP.
Die PArteien haben einfach immer noch nicht verstanden, dass der Versuch der Politiker an Wahltagen das Abschneiden ihre PArtei, trotz absoluter Stimmenverluste, schönzureden viel schlechter ankommt, als wenn man ehrlich die Nierderlage anerkennt, Fehler zugesteht und den VErsuch unternimmt, das ersnt zu nehmen, was einem der Wähler mt seinem Votum wirklich sagen wollte.
SO aber fühlt der Wähler, das sein Votum (und die erwünschte Wirkung) vollkommen *missachtet* wird, wenn sich die eingentlichen Wahlverlierer feiern (und das sind alle die ABSOLUT und nicht relativ an Stimmen verloren haben!).
Das zeigt also, das es den meisten Politkern nur um MAchterhalt geht; wie sonst ist es zu erklären, dass so wenig Ursachenforschung und so viel Selbstbeweiräucherung betrieben wird?

Wir brauchen mehr Leute in der Politk die Mumm haben und bereit sind den Realitäten ins Auge zu sehen und die Bürger ernst zu nehmen.

Account gelöscht!

02.04.2011, 18:56 Uhr

Steinbrück hat doch Recht mit seimer Kritik an seiner Partei.
10% Verlust wie in Rheinland-Pfalz nun auch noch schön zu reden wie es getan wurde, das ist schon hammerhart.
Und wenn ich mir dieses dumme Jüngelchen da in Württemberg von der SPD ansehe, na den würde ich auch nicht wählen
und wer am Sonntagabend diese dümmliche Nahles in der TV-Runde gesehen hat, der hat doch nun gar keine Lust mehr auf SPD.
Die SPD hat bisher den Neuanfang nicht geschafft. Sie hat keine Inhalte, kein Konzept, sie sagt heute hü morgen hott und sie hechelt den Grünen hinterher.
Gabriel ist unfähig diese Partei zu führen

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