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30.01.2012

09:48 Uhr

Peer Steinbrück

„Unsere Gegner sind die Finanzmärkte, nicht Merkel“

Die internationalen Finanzmärkte und nicht etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel will die SPD bei der nächsten Bundestagswahl ins Visier. Und für die Grünen gibt es Beruhigungspillen.

Peer Steinbrück will mit der SPD Bundeskanzlerin Angela Merkel ablösen. Reuters

Peer Steinbrück will mit der SPD Bundeskanzlerin Angela Merkel ablösen.

Berlin, DortmundDie SPD wird ihren Kanzlerkandidaten nach Angaben von Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück voraussichtlich nach der Landtagswahl in Niedersachsen im Januar 2013 benennen. Vorher stelle sich die Frage nicht, sagte er den „Ruhr Nachrichten“. „Wir haben kein Interesse daran, einen Kandidaten zu früh zu verschleißen“, betonte Steinbrück, der selbst als möglicher Kanzlerkandidat gilt. Er habe mit Parteichef Sigmar Gabriel und Bundestags-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier „eine klare Verabredung: Wir lassen uns nicht verrückt machen.“

Die SPD-Führung berät heute in Potsdam über ihre Strategie bis zum Bundestagswahlkampf 2013. Zum Auftakt des Treffens kündigte der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel gam Sonntag an, dass die SPD 2013 keinen rot-grünen Lagerwahlkampf gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) führen wolle. „Es geht nicht um einen Wahlkampf gegen die Kanzlerin Merkel“, sagte er. „Unsere Gegner sind die Finanzmärkte, unser Gegner ist die soziale Spaltung in Deutschland.“

Dabei setzt Steinbrück auf die Milthilfe der Grünen. Wir setzen auf Rot-Grün“, sagte Steinbrück den „Ruhr Nachrichten“. Eine Regierung mit der Linken schloss es dagegen aus. Eine erneute große Koalition mit der Union lehnte Steinbrück nicht kategorisch ab, doch entspricht sie seiner Aussage „nicht unseren Vorstellungen“.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles ist währenddessen Befürchtungen der Grünen entgegengetreten, die Sozialdemokraten könnten sich mit ihrer Ablehnung eines Lagerwahlkampfes auch vom Ziel Rot-Grün abwenden. „Niemand hat sich stärker gegen einen Lagerwahlkampf gewehrt als Claudia Roth und die Grünen - weil sie sich eben nicht vereinnahmen lassen wollen von der SPD“, sagte Nahles im ARD-Morgenmagazin. „Da kommen so alte Ängste wie „Koch und Kellner“ wieder hoch.“

Kommentare (44)

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madeyes

30.01.2012, 09:57 Uhr

Mein Gegner sind nicht die Finanzmärkte, sondern Regierungen, die meinen alles und jeden regulieren zu wollen. Regierungen sind nicht die Lösung für unsere Probleme, sondern die Ursache.

Schlaumeier

30.01.2012, 10:00 Uhr

Und unser Gegner ist Steinbrück, SPD, Grüne und Linke.
Diese Brüder hätten Deutschland schon längst "verkauft".

teo

30.01.2012, 10:02 Uhr

Der Ziehsohn vom rollenden Aschenbecher. Der ist genauso übrig wie die anderen Loser.

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