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29.01.2015

13:29 Uhr

Pegida

Islamkritisches Bündnis vor der Spaltung

Pegida steht offenbar vor der Spaltung. Ehemalige Mitglieder arbeiten gemeinsam mit der Ex-Sprecherin Kathrin Oertel an der Ausrichtung und Inhalten. Ein Datum für die Vorstellung der neuen Positionen gibt es bereits.

Abspaltung geplant

Ex-Mitglieder gründen neues Pegida-Bündnis

Abspaltung geplant: Ex-Mitglieder gründen neues Pegida-Bündnis

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DresdenNach heftigen internen Zerwürfnissen und dem Rückzug der halben Führungsriege steht das islamkritische Pegida-Bündnis vor der Spaltung. Ehemalige Mitglieder des Organisationsteams um die bisherige Sprecherin Kathrin Oertel planen offenbar die Gründung eines neuen Bündnisses.

„Wir positionieren uns gerade neu“, sagte Bernd-Volker Lincke am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit arbeite er gemeinsam mit Oertel an der Ausrichtung und Inhalten. Asylpolitik soll demnach in den Hintergrund rücken, stattdessen soll es künftig stärker um Themen wie innere Sicherheit und direkte Demokratie gehen.

Wer sind die Pegida-Demonstranten?

Geschlecht

75 Prozent der Pegida-Teilnehmer sind Männer.

Alter

Die größte Altersgruppe machen mit 37 Prozent die 40- bis 59-Jährigen aus.

Bildung

28 Prozent sind Hochschulabsolventen, 18 Prozent haben das Abitur als letzten Abschluss, 9 Prozent haben eine Meisterprüfung abgelegt.

Beruf

Fast die Hälfte (47 Prozent) sind Angestellte oder Arbeiter, 18 Prozent Rentner und nur 2 Prozent geben an, keine Tätigkeit auszuüben oder Arbeit zu suchen.

Einkommen

Fast 40 Prozent der Teilnehmer verfügen über ein monatliches Nettoeinkommen von mehr als 1500 Euro netto.

Politische Einstellung

62 Prozent geben an, keiner Partei verbunden zu sein. 17 Prozent stehen der AfD nahe, 9 Prozent der CDU, 4 Prozent der rechtsextremen NPD, 3 Prozent der Linken. Jeweils 1 Prozent sympathisiert mit SPD, Grünen und der FDP.

Glaube

73 Prozent sind konfessionslos, 21 Prozent protestantisch und 4 Prozent katholisch. 2 Prozent gehören anderen Glaubensgemeinschaften an.

Die Quelle

Wissenschaftler der TU Dresden haben bei drei Pegida-Demonstrationen zwischen dem 22. Dezember und dem 12. Januar rund 400 Teilnehmer befragt.

Die „Sächsische Zeitung“ berichtet, dass als Name für ein neues Bündnis die Bezeichnung „Bewegung für direkte Demokratie in Europa“ im Gespräch sei. Laut Lincke sollen die neuen Positionen noch vor dem 9. Februar vorgestellt werden – für den Tag hat das Pegida-Bündnis auf seiner Facebook-Seite wieder eine Kundgebung in Dresden angekündigt, nachdem die Kundgebung für den kommenden Montag abgesagt wurde.

Sprecherin Oertel hatte am Mittwoch nur eine Woche nach dem Rücktritt des Pegida-Mitbegründers Lutz Bachmann ihr Amt niedergelegt. Mit ihr zogen sich weitere Mitglieder aus dem Orgateam zurück – darunter auch Lincke.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr S. B.

29.01.2015, 13:58 Uhr

Die angeblichen "Missstände", die diese Leute (Pegida) immer in Deutschland glauben zu erkennen...

... läßt sich nur so erklären, dass sie mit Scheuklappen durchs Leben laufen. Sie leben hier in Deutschland tatsächlich auf einer Insel der Glückseligen. Von denen hat sicher nie einer im Ausland gelebt, sonst wüßte er, wie gut wir es hier haben. Man könnte JEDES beliebige Land der Welt nehmen und man würde feststellen, dass wir hier besser leben in Bezug auf Wohlstand, Freiheitsrechte und sozialen (freien) Leistungen!

Also bitte: ideologische Scheuklappen abnehmen und ein bisschen mehr Realismus aneignen.

Herr Helmut Paulsen

29.01.2015, 18:38 Uhr

PEGIDA ist wahrscheinlich eine "false-flag-Aktion" des Verfassungsschutzes um Bürgerbewegung, Bürgerrechtler und Basis-Demokratie zu unterwandern und "Luft abzulassen" beim Volk.

Schwierig eine "vertrauenswürdige neue Führung" mit bekannten Gesichtern aufzustellen. Aber das sollte jetzt genau notwendig sein.

Jetzt wollen die nur spalten, diskreditieren, Schein-Demokratisch sein, bis das Volk wieder "die Schnauze voll" hat. Ich traue der alten PEGIDA-Führung keinen Millimeter. Riecht nach ex-STASI das ganze.

Mir kommt diese PEGIDA-Führung sehr "inszeniert" vor. WIe Beate Schaepe wirken die, so gekünzelt, leblos und trocken.

Riecht alles verdammt nach V-Leute, die sich an der Spitze versammelt haben um die ganze PEGIDA-Bewegung zu dikreditieren.

PFUI

STASI-Geruch kenne ich aus 1000m Entfernung als ex-DDR-Bürger. Und die Führung riecht genau danach.

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