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13.01.2015

10:49 Uhr

Pegida, Legida und Co.

Pegida-Gegner sichern sich Internetseiten

Die Pegida-Demonstrationen und ihre Ableger gehen weiter. Derweil verfolgen die Gegner der Anti-Islam-Bewegung mitunter andere, einfache Wege, diese zu torpedieren: Sie haben die entsprechenden Internetseiten geblockt.

In Düsseldorf, Leipzig, Dresden, Hannover und Co. waren die Menschen gestern auf der Straße – für und gegen Pegida. Hier demonstriert eine junge Frau gegen die Anti-Islam-Bewegung. dpa

In Düsseldorf, Leipzig, Dresden, Hannover und Co. waren die Menschen gestern auf der Straße – für und gegen Pegida. Hier demonstriert eine junge Frau gegen die Anti-Islam-Bewegung.

DüsseldorfKinder stehen auf Stromkästen, Erwachsene halten bunte, regenbogenfarbige Flaggen hoch. Plakate mit der Aufschrift „Ich bin Charlie, ich bin nicht Pegida“ werden gezeigt, Menschen nicken sich anerkennend zu. „Es ist einfach Zeit, wieder auf die Straße zu gehen und ein Schild hochzuhalten, wo eine Message drauf steht“, sagt der 20-jährige Dominik auf der Demonstration gegen den Düsseldorfer Pegida-Ableger Dügida. „Die Menschen von Dügida sollten sich über Ökologie und Wirtschaft informieren. Denn ohne unsere Zuwanderer wäre Deutschland heute nicht da, wo es ist.“

Die 5500 Gegendemonstranten in Düsseldorf, die sich am Montag anlässlich der rund 300 Menschen zählenden Dügida-Aktion in der Friedrich-Ebert-Straße versammelten, wollten den Islamkritikern friedlich Paroli bieten – so lange, bis beide Gruppen aufeinander trafen. Mit Polizeischutz dazwischen.

Auch in der Dügida-Szene waren „Je suis Charlie“-Schilder zu sehen, aus Trauer um die Opfer des Terrorschlags am vergangenen Mittwoch. Auf der anderen Seite kreideten Pegida-Anhänger deutschlandweit die Medien an: die so genannte „Lügenpresse“ – deren Schmähname am Dienstag zum Unwort des Jahres 2014 gewählt wurde.

Internetseiten von Gegnern gesichert

Auffällig sind die Aktionen, die sich der aktuellen Anti-Islam-Bewegung widersetzen. So hatten große Institutionen in mehreren Städten am Montagabend die Außenbeleuchtungen vorübergehend abgeschaltet. Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel bekam vor dem Oberverwaltungsgericht Münster Recht, wonach sein Aufruf zur Gegendemo rechtens war.

Und wenn Nutzer im Internet auf www.dügida.de gehen wollen, werden sie automatisch auf die Facebook-Seite der Nodügida-Organisation weitergeleitet.

Auf www.legida.de wiederum steht: „Überraschung! #keinfussbreit für fremdenfeindliche Hetze und Rassismus!“. Das Berliner Pendant dazu ist eine Anti-Rassismus-Organisaton. Und auf der Seite, auf der man eigentlich den Hannover-Ableger Hagida erwarten würde, begrüßt einen der Slogan: „Hagener gegen die Idiotisierung des Abendlandes“. Einzig auf www.pegida.de wird die offizielle Facebook-Seite angezeigt.

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