Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.01.2013

12:48 Uhr

Personaldebatte

FDP-Mittelständler fordert Rösler-Rücktritt

Wer keine Leistung bringt, muss gehen, fordert der Vorsitzende der Vereinigung Liberaler Mittelstand. Das gelte auch für Philipp Rösler. Liberalen-Vize Zastrow redet den Personalstreit lieber klein: Berlin sei nicht der Nabel der Welt.

Ein Plakat von FDP-Chef Philipp Rösler in Hannover. dpa

Ein Plakat von FDP-Chef Philipp Rösler in Hannover.

BerlinDer FDP-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der FDP-nahen Vereinigung Liberaler Mittelstand, Thomas Kemmerich, hat Parteichef Philipp Rösler zum Rücktritt aufgefordert. „Rösler muss selbst erkennen: Ich bin im Moment außer Form, also wechsle ich mich aus“, sagte der thüringische FDP-Abgeordnete dem Magazin „Wirtschaftswoche“.

Das verlange er im Unternehmen, „das muss ich auch in meiner Partei verlangen“, sagte Kemmerich laut Vorabbericht vom Samstag. Wegen der schlechten Umfrageergebnisse müsse eine neue Führung her. „Die FDP ist die Partei der Marktwirtschaft und der Effizienz - und drei Prozent sind nicht effizient.“

FDP-Führungskrise: Drei scheinheilige Könige

FDP-Führungskrise

Drei scheinheilige Könige

Das traditionelle Dreikönigstreffen der FDP machte seinem Namen in diesem Jahr besondere Ehre – mit dem Noch-König Philipp Rösler, dem Möchtegern-König  Dirk Niebel und dem heimlichen König Rainer Brüderle.

Hingegen rief der stellvertretende FDP-Vorsitzende Holger Zastrow seine Partei auf, den Führungsstreit zu beenden. „Einfach mal die Klappe halten“, verlangte er im Magazin „Focus“. Die Bundespartei solle aufhören, die erfolgreiche Arbeit in den Ländern zu torpedieren. „Gebt den Niedersachsen eine Chance“, sagte er mit Blick auf die Landtagswahl am 20. Januar: „Berlin ist nicht der Nabel der Welt.“

Der Führungsstreit in der Bundes-FDP hat die Partei in Umfragen abstürzen lassen. Bundesweit liegt sie derzeit bei nur zwei bis vier Prozent. In Niedersachsen könnte sie den jüngsten Erhebungen zufolge knapp den Wiedereinzug in den Landtag schaffen. Sollte die FDP in Niedersachsen scheitern, gilt ein Rücktritt Röslers als unvermeidlich.

Von

rtr

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Murat

12.01.2013, 13:30 Uhr

Es ist seltsam in der FDP. Immer wenn ich einen Politiker beginne gut zu finden..Möllemann..iwann dann sogar Westerwelle jetzt Rössler (Was hat er getan..in letzter zeit spricht der mehr Klartext als jeder andere in der Koalition)..werden die jungs gestürzt. Die Basis scheint unter kollektivem Schwachsinn zu leiden. Es kann nicht sein das ein Mann für die ganze Suppe verantwortlich gemacht wird. Aber solange Wiederlinge wie Lindner durch die Talkshows geistern kann man keine guten Umfrageergebnisse erwarten.

Flipi_Roesler

12.01.2013, 13:41 Uhr

FDP = Fast Drei Prozent

R.Ruf

12.01.2013, 14:52 Uhr

Möllemann hat gemuckt, gegen wen ist bekannt, weg war er.
Westerwelle wollte die restlichen amerikanischen atomaren Sprengkörper auf deutschem Boden weg haben, zudem hat er sich geweigert in Lybien mitzumachen, weg war er.
Rösler hat gewagt, den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone für möglich zu halten, weg wird er sein.
Wer nicht zu hundert Prozent angepasst ist an den pol. Mainstream, wo es um mehr geht als Pendlerpauschale, Kitaplätze und Ehegattensplitting, darf getrost damit rechnen seinen Schreibtisch aufräumen zu dürfen und "aus die Maus" und "weg vom Fenster" wenn ihm nicht noch Übleres droht, wie dem armen Wulff, der es gewagt hat, in Lindau am schönen Bodensee wider den Stachel zu löcken.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×