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28.05.2013

18:39 Uhr

Personalrochade

Klaeden wechselt von Merkel zu Daimler

Die Bundesregierung und der Autokonzern machen einen Ringtausch: Der Kanzleramtsminister geht zu Daimler. Dafür gibt der Stuttgarter Konzern einen Mann an die Politik zurück - der Botschafter in Afghanistan werden soll.

Eckart von Klaeden wechselt von der Politik in die Industrie. dpa

Eckart von Klaeden wechselt von der Politik in die Industrie.

StuttgartDer Staatsminister im Bundeskanzleramt, Eckart von Klaeden (CDU), verlässt die Politik und wird zum Jahresende Nachfolger von Martin Jäger als Leiter Politik und Außenbeziehungen der Daimler AG Stuttgart. Das teilte der Autokonzern am Dienstag in Stuttgart mit. Nach Daimler-Angaben wird der Bundestagsabgeordnete nicht erneut  für den Bundestag kandidieren 

Bei Daimler wird von Klaeden ausgerechnet der Nachfolger von Martin Jäger. Dieser war früher im Auswärtigen Amt - und kehrt nun dorthin zurück. Schon im September 2013 soll er Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Afghanistan werden. Das Kanzleramt bestätigte den Wechsel von Klaedens in die Wirtschaft.

Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hatte von Klaeden seine Pläne aber bereits in einem Schreiben an die Mitglieder seines Kreisverbandes Hildesheim mitgeteilt. Mit dem Hinweis, er befinde sich „voraussichtlich“ in der Mitte seines Berufslebens, warb er um Verständnis. Die Entscheidung habe "ausschließlich berufliche und familiäre Gründe".

Klaeden ist 47 Jahre alt; dem Bundestag gehört er seit 19 Jahren an. Im Bundeskanzleramt berät der künftige Daimler-Cheflobbyist die Kanzlerin insbesondere beim Thema Bürokratieabbau und zählt zu ihrem engsten Vertrautenkreis. Den Großteil seines Berufslebens hat der Jurist in der Politik verbracht. Im Parlament war er zuletzt außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, ehe ihn Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Oktober 2009 als Staatsminister in die Regierungszentrale holte.

Zur CDU kam der gebürtige Hannoveraner mit 14 Jahren als Mitglied der Schüler Union, mit 27 wurde er niedersächsischer Landeschef der Jungen Union. Seinen Wahlkreis hat der verheiratete Vater dreier Töchter und Korvettenkapitän der Reserve in Hildesheim. Klaeden ist nicht Merkels erster Staatsminister, den es aus dem Kanzleramt in die Wirtschaft zieht. Die frühere Staatsministerin Hildegard Müller (CDU) ist seit Oktober 2008 Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Klaeden wird künftig von Stuttgart aus für die weltweiten Beziehungen des Konzerns zuständig sein und vor allem Kontakte in den Vereinigten Staaten, China und auch Brasilien pflegen. Auch die Berliner Repräsentanz von Daimler ist ihm künftig unterstellt.

Kommentare (6)

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zappenduster

28.05.2013, 17:37 Uhr

Bananenrepublik Deutschland.

pool

28.05.2013, 17:39 Uhr

(...)
Klaeden war der Obmann im Visa-Untersuchungsausschuss, der mit seiner kongenialen (geistesverwandten) Frage- und Schweigetechnik Fischer, Schily, Vollmer ein tolles Forum zur Selbstdarstellung gab. Stundenlang konnten alle ungestört schwadronieren, dass uns die ohren abfielen, und nun sind alle frei.

Der Mann, dem mein Vertrauen gehört

http://www.epochtimes.de/armutsflucht-schulz-verteidigt-eu-kommission-1074956.html

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

28.05.2013, 18:30 Uhr

Die CDU ist und bleibt die rechte Hand des Großkapitals, das sieht man an ihrer Euro-Rettungspolitik und an ihrer Zuwanderungspolitik.

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