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20.02.2013

07:55 Uhr

Peter Altmaier

Energiewende kann eine Billion Euro kosten

Dass die Energiewende nicht umsonst zu haben ist, hat jeder gewusst. Nun hat Umweltminister Peter Altmaier konkrete Zahlen genannt: Die Kosten könnten sich bis auf eine Billion Euro belaufen.

Peter Altmaier: Die Energiewende könnte bis zu einer Billion Euro kosten. dpa

Peter Altmaier: Die Energiewende könnte bis zu einer Billion Euro kosten.

Frankfurt/BerlinDie Kosten der Energiewende könnten sich nach Angaben von Umweltminister Peter Altmaier in den nächsten Jahrzehnten auf bis zu eine Billion Euro belaufen. Im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch) wies der CDU-Politiker auf die bisher ungebremsten Ausgaben für Ökostrom hin. „Das alles kann dazu führen, dass sich die Kosten der Energiewende und des Umbaus unserer Energieversorgung bis Ende der 30er Jahre dieses Jahrhunderts auf rund eine Billion Euro summieren könnten“, sagte Altmaier. „Wenn wir nichts dagegen tun, werden wir diese Größenordnung erreichen.“

Ohne Kürzungen würden bis 2022 Einspeisevergütungen und Zahlungsversprechen von rund 680 Milliarden Euro auflaufen. Davon seien bis Ende 2012 bereits mehr als 300 Milliarden Euro ausgezahlt oder den Investoren verbindlich zugesichert worden. Allerdings könnten mit der von ihm und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) vorgeschlagenen „Strompreisbremse“ Ausbaukosten von bis zu 300 Milliarden Euro vermieden werden.

Otto Kentzler : Handwerkspräsident wirbt für Strompreisbremse

Otto Kentzler

Handwerkspräsident wirbt für Strompreisbremse

„Die steigenden Strompreise belasten viele Handwerksbetriebe“, sagt Handwerkspräsident Otto Kentzler. Er fordert die Länder daher auf, die Einführung einer Strompreisbremse nicht in die Länge zu ziehen.

Mit der Opposition wolle er darüber reden. Er lege großen Wert darauf, dass sie bei der Strompreisbremse an Bord sei und zwar unabhängig davon, ob der Bundesrat zustimmen müsse oder nicht.

Schlechte Nachrichten aus Umweltsicht gibt es zudem auch trotz Energiewende: Der Ausstoß klimaschädlicher Gase ist 2012 wohl wieder gestiegen. „Darauf deuten die vorläufigen Zahlen hin“, sagte Altmaier der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch). Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Fachkreisen erfuhr, deutet sich für 2012 ein Anstieg der Treibhausgasemissionen um rund 1,5 Prozent an. Als Grund wird unter anderem der recht strenge Winter genannt - dadurch hätten die Bürger vor einem Jahr deutlich mehr geheizt und Öfen befeuert.

Allein der Kohlendioxid-Ausstoß kann 2012 um bis zu zwei Prozent gestiegen sein - endgültige Zahlen liegen aber wegen der Komplexität der Erfassung erst in knapp einem Jahr vor. Der Inventarbericht zum Jahresausstoß 2011 wurde erst im Januar an die EU-Kommission in Brüssel übermittelt. Altmaier zeigte sich besorgt, dass in deutschen Kraftwerken wieder mehr Braun- und Steinkohle zur Stromerzeugung eingesetzt worden sei. Das sei auch eine Folge des niedrigen Kohlepreises.

Kommentare (62)

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20.02.2013, 08:27 Uhr

Sie KANN deshalb so viel kosten weil die übliche MAfia, die übrlichen Schmierkomödianten oder kurz gesagt, unsere Regierung die Finger mit im Spiel hat.....hier geht es wie bei allem um nichts anderes als um "Zahlen Zahlen Zahlen".

MBoudik

20.02.2013, 08:31 Uhr

Das Theater ist nicht nachvollziehbar.

Mit dieser Form der Umlage und Finanzierung war abzusehen, dass riesige Lasten auf die Verbraucher zukommen. Man hat diese Lasten bewusst auf „später“ verlegt. Jetzt ist „später“ „da“.

Die Diskussion um vermeidliche Subventionen ist doch auch nur ein – hilfloses – Unterfangen, kurzfristig mehr Geld in das System zu bekommen. In dieser Diskussion werden die Verbraucher nur gegeneinander ausgespielt. Eine Lösung ist das nicht.

Die Anlagen werden massiv von den Verbrauchern subventioniert. Über Art und Umfang kann man streiten, die Höhe der Zahlungen der Verbraucher wird aber in jedem Fall massiv wachsen. Auch wenn man alle Subventionen sofort streicht.

Es gibt einfach Industrien – genauso wie Verbraucher – für die ist der Strompreis wichtig. Sehr wichtig. Diese Industrien werden sich an den Subventionen schlichtweg nicht beteiligen lassen, andernfalls kommt halt zB. das Aluminium aus dem Ausland.

Eine Familie mit drei Kindern und einem Durchschnittsverdiener spürt den Strompreisanstieg anderes wie der alleinverdienende Top Verdiener, der vielleicht noch an 180 Tagen im Außendienst ist und jeden Tag auf Geschäftskosten isst (wie so mancher „Grüne“)….

steuerhilfe.net

20.02.2013, 08:32 Uhr

An der sinnlosen Energiewende verdienen ein paar Wenige Milliarden und der normalsterbliche Bürger zahlt sicherlich in 10 jahren 1 Euro ggf. dann Globo für die Kwh.

Dieser ganze Ökowahnsinn ist einfach nicht mehr auszuhalten in Deutschland.

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