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15.05.2017

11:14 Uhr

Peter Altmaier

„Menschen wollen keinen monatelangen Wahlkampf“

Peter Altmaier sieht in dem CDU-Sieg in NRW auch einen Sieg für Angela Merkel. Das Zutrauen in ihre Politik sei enorm gewachsen. Er mahnte, dass die Große Koalition bis zur Wahl weiterarbeiten müsse.

Angesichts der Krisen und Herausforderungen Deutschlands sieht der Kanzleramtschef in dem Sieg der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen für seine Partei auch eine Stärkung von Merkels Politik, die trotz des Kanzlerwahlkampfes fortgeführt werden müsse. dpa

Peter Altmaier

Angesichts der Krisen und Herausforderungen Deutschlands sieht der Kanzleramtschef in dem Sieg der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen für seine Partei auch eine Stärkung von Merkels Politik, die trotz des Kanzlerwahlkampfes fortgeführt werden müsse.

BerlinKanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) verbucht den Wahlsieg seiner Partei in Nordrhein-Westfalen auch als Erfolg von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im ARD-Morgenmagazin sagte der Altmaier, es sei kein Geheimnis, dass bei den Wählerinnen und Wählern angesichts der Krisen und vielen Herausforderungen in der Welt das Zutrauen in die Politik Merkels enorm gewachsen sei.

Den Koalitionspartner im Bund, die SPD, mahnte er: „Die Menschen wollen nicht, dass wir monatelang nur Wahlkampf machen.“

Ungeachtet der Wahlen im September müsse die große Koalition in Berlin weiterarbeiten. Mit wem die CDU in Nordrhein-Westfalen koalieren werde, werde sich nach Gesprächen mit der FDP, der SPD und den Grünen zeigen.

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Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erhalten CDU und FDP gemeinsam 100 von 199 Sitzen im NRW-Landtag. FDP-Chef Lindner sagt allerdings: Die CDU sei nicht sein Wunsch-Koalitionspartner.

Für Altmaier liegt der CDU-Sieg bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen in der SPD-Politik unter Hannelore Kraft begründet. Der entscheidende Punkt sei nicht, wer den besseren Wahlkampf gemacht habe, „sondern dass eine große Mehrheit den Eindruck hatte, dass NRW unter Wert regiert worden ist“, sagte der CDU-Politiker am Montag im ARD-„Morgenmagazin“.

Er wolle keine Manöverkritik für die SPD machen, viele Menschen fragten sich aber, wofür die Partei eigentlich stehe: „Ist sie denn gemeinsam stolz auf das, was die große Koalition unter Führung von Angela Merkel zustande gebracht hat oder ist sie der Auffassung, dass sie sich davon absetzen und gemeinsam mit der Linkspartei Opposition betreiben muss?“, fragte Altmaier. Das sei aber nicht das Problem der CDU.

Altmaier warnte die SPD davor, jetzt schon in den Bundestagswahlkampf überzugehen. Die Bürger erwarteten, „dass in Deutschland weiter gut regiert wird“. „Die große Koalition hat noch einige Herausforderungen und Aufgaben vor sich.“

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