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18.02.2013

17:39 Uhr

Pferdefleischskandal

Lebensmittelhandel fürchtet Aigners Aktionismus

Im Kampf gegen Lebensmittelskandale haben sich Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) und ihre Länder-Kollegen auf einen Zehn-Punkte-Aktionsplan geeinigt. Ein Punkt: Lebensmittelpanscher härter bestrafen.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat sich mit den Länderkollegen geeinigt. dapd

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat sich mit den Länderkollegen geeinigt.

BerlinDer Handel warnt im aktuellen Pferdefleischskandal vor vorschnellen Beschlüssen, die Betrügereien nicht verhindern, die Lebensmittelwirtschaft aber schädigen. „Die Pflichtkennzeichnung bei verarbeiteten Produkten beispielsweise schützt nicht vor krimineller Energie“, sagte ein Sprecher des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVL) gegenüber Handelsblatt Online. „Es ist jetzt wichtig, dass zunächst das ganze Ausmaß der Verbrauchertäuschung aufgedeckt wird – erst dann kann vernünftig überlegt werden, wie sich das Risiko in Zukunft minimieren lässt.“

Am Vormittag war Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) mit ihren Länder-Kollegen zusammengesessen, um einen Schlachtplan im aktuellen Pferdefleischskandal zu entwickeln. Mit dem erkennbaren Willen, den Betrügereien einen Riegel vorzuschrieben, waren diese nach Berlin gereist. Doch für konkrete Beschlüsse scheinen die Dimensionen des Skandals zu groß. „Wir haben es hier mit einem weitverzweigten, betrügerischen System zu tun“, klagte Hessens Verbraucherschutzministerin Lucia Puttrich (CDU) nach dem Treffen. Laut Aigner ist damit zu rechnen, dass „noch mehr Fälle aufgedeckt werden“.

Wer alles Pferd gefunden hat

Aldi Nord

In „Tiefkühl Penne Bolognese 750 g“ und „Gulasch 540 g Dose, Sorte Rind“ hat Aldi Nord Anteile von Pferdefleisch nachgewiesen. Das Gulasch des Lieferanten Omnimax sei nur in den Regionalgesellschaften im Raum Magdeburg, im Raum Süd-Ost-Berlin, in Süd-Ost-Brandenburg und in Hoyerswerda vertrieben worden. Die „Tiefkühl Penne Bolognese“ eines anderen Lieferanten sei in allen deutschen Filialen von Aldi Nord verkauft worden.

Ende Februar nahm Aldi Nord zudem Zigeuner Hacksteaks des Lieferanten Wingert Foods aus dem Sortiment.

Aldi Süd

Aldi Süd nahm Dosen-Ravioli und -Gulasch aus den Regalen. Bei Analysen wurden bei den Produkten nach Angaben des Discounters "Anteile von Pferdefleisch" nachgewiesen. Es handelt sich demnach um "Ravioli, 800 g Dose (Sorte Bolognese)" der Eigenmarke "Cucina" vom Lieferanten BLM sowie um "Gulasch, 450 g Dose (Sorte Rind)" des Lieferanten Omnimax, das ausschließlich in Nordrhein-Westfalen verkauft wurde.

Edeka

Edeka stellte in Stichproben von Lasagne der Eigenmarke "Gut & Günstig" nach eigenen Angaben "geringe Pferdefleisch-Anteile" fest. Der Verkauf des Tiefkühlprodukts wurde gestoppt. Deutschlands größte Supermarktkette prüft weitere Artikel. Bei anderen Produkten liegen demnach aber bislang "keine Hinweise auf vergleichbare Probleme" vor. Laut Verbraucherzentrale Hamburg wurden auch Filialen der regionalen Supermarktkette Konsum Leipzig in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit der Edeka-Lasagne beliefert.

Eismann

Eismann stellte in zwei Lasagne-Produkten Pferdefleisch fest. Den Verkauf der betroffenen Ware stoppte der Tiefkühl-Heimservice nach einem ersten Verdacht. Verbraucher können die Ware Eismann-Verkäufern zurückgeben und bekommen das Geld zurück. Weitere Produkte neben der Lasagne sind laut Eismann nicht betroffen.

Ikea

Tschechische Behörden haben Ende Februar in gefrorenen Hackbällchen („Köttbullar“) Pferde-DNA nachgewiesen.

Kaiser's Tengelmann

Kaiser's Tengelmann nahm Lasagne der Eigenmarke A&P aus dem Verkauf. Die Supermarktkette rechnet inzwischen fest damit, dass das Tiefkühl-Produkt neben Rindfleisch auch Pferdefleisch enthält. Kaiser's Tengelmann wurde eigenen Angaben zufolge vom französischen Hersteller Comigel offiziell informiert, dass die von ihm für seine Kunden hergestellten Fertiggerichte "durchgängig Anteile von Pferdefleisch enthalten". Kaiser's Tengelmann hat auch eigene Tests beantragt, deren Ergebnis noch nicht bekannt ist.

Lidl

Lidl stoppte in Deutschland den Verkauf von Rindfleisch-Tortelloni der Eigenmarke Combino, nachdem Kontrolleure in Österreich darin Anteile von Pferdefleisch gefunden hatten. Der Hersteller der Nudelprodukte, Hilcona aus dem Fürstentum Liechtenstein, erklärte, er verarbeite selbst kein Frischfleisch, sondern beziehe dieses von Lieferanten. Das mit Pferdefleisch durchsetzte Rindfleisch für die Tortelloni lieferte demnach die Firma Vossko aus Ostwestfalen. Sie wiederum prüft nun, welcher ihrer Lieferanten rohes Pferdefleisch als Rindfleisch verkaufte.

Real

Real rief "TiP Lasagne Bolognese, 400g, tiefgekühlt" zurück. Bei Laboruntersuchungen mit dem Produkt der Eigenmarke war in "einzelnen Stichproben" Pferdefleisch gefunden worden.

Rewe

Rewe nahm sowohl Produkte aus dem Sortiment, welche die Supermarktkette unter ihrem eigenen Namen verkaufte, als auch Produkte eines Markenherstellers. Betroffen sind "Rewe Chili con Carne" und "Rewe Spaghetti Bolognese", die laut Rewe vom Unternehmen SGS Geniesser Service hergestellt wurden, sowie "Mou Lasagne Bolognese" und "Mou Cannelloni Bolognese" der Marke Tulip. Bei den Produkten der Eigenmarke und des Markenherstellers konnten die Produzenten Rewe zufolge nicht ausschließen, dass diese Anteile von Pferdefleisch enthalten.

Nestlé

Bei Tests sei Pferde-DNA in zwei Nudel-Produkten nachgewiesen worden, für die ein deutsches Unternehmen Fleisch geliefert habe, teilte der Schweizer Konzern in einer Erklärung mit. Die in Italien und Spanien verkauften Sorten Buitoni-Rindfleischravioli und Rindfleisch-Tortellini seien daraufhin sofort freiwillig vom Markt genommen worden. In Deutschland würden diese Gerichte nicht vertrieben.

Ergebnisse des Treffens sind ein Zehn-Punkte-Aktionsplan und jede Menge gute Vorsätze. Vieles kommt „auf den Prüfstand“, von „mehr Transparenz und Information“ ist die Rede. Gefordert werden vor allem ein besseres Kontrollsystem und härtere Strafen. „Es darf sich nicht lohnen, die Verbraucher zu täuschen“, sagte Till Backhaus (SPD), Landesminister aus Mecklenburg-Vorpommern. Wenn Lebensmittelbetrug mit „50.000 Euro Schadensersatz oder maximal drei Jahren Gefängnis“ bestraft werde, „dann reichen diese Sanktionen nicht aus“.

Ein Punkt, den der BVL unterschreibt. „Um Betrügereien zu verhindern, hilft nur eine schnelle Verfolgung und eine harte Strafe“, sagt der Verbandssprecher. „Die Konsequenzen müssen abschrecken.“

Undeklariertes Pferdefleisch: „Das wird nicht der letzte Skandal gewesen sein“

Undeklariertes Pferdefleisch

„Das wird nicht der letzte Skandal gewesen sein“

Über Wochen wird die Dimension des Pferdefleischskandals immer größer. Jetzt sollen Konsequenzen gezogen werden. Für die Polizeigewerkschaft kommt der Aufschrei zu spät. Sie erhebt schwere Vorwürfe gegen die Politik.

„Es geht weiter darum, die Kontrollsysteme zu überprüfen und zu verbessern, nicht die Zahl der Kontrolleure zu erhöhen“, sagt Puttrich. Als Beispiel nennt sie die Vorgaben für die Eigenkontrollen der Unternehmen. Diese müssten bislang Fertigmahlzeiten wie Lasagne auch nicht noch einmal gesondert auf Inhaltsstoffe untersuchen. Zudem will Deutschland zusätzlich zu dem von der EU-Kommission vereinbarten Aktionsplan Proben von Fleischprodukten auf andere, nicht deklarierte Fleischzutaten hin untersuchen. Hintergrund ist auch der Fund von Pferde- und Schweinefleisch in Dönerfleisch, das eigentlich eigentlich nur aus Kalbfleisch bestehen soll.

Ein weiterer Punkt betrifft die Informationspflicht der Unternehmen. „Es ist wichtig, dass die staatlichen Behörden bei Verdachtsfällen schnell Informationen bekommen“, so die Landesministerin. Die Verbraucher könnten dann über eine Hotline unterrichtet werden, wenn irgendwo getäuscht oder getrickst wurde. Einen ersten Schritt in die Richtung zu mehr Transparenz haben am Montag einige Länder unternommen: Auf eigenen Internetseiten können die Verbraucher ab sofort verfolgen, welche Fertigmahlzeiten wegen des Pferdefleischskandals zurückgerufen oder aus den Regalen genommen wurden. Vorreiter ist das NRW-Verbraucherschutzministerium, das seine Seite „www.rueckrufe.nrw.de“ bereits freigeschaltet hat. Landesminister Johannes Remmel (Grüne) begründete die Aktion mit der aus seiner Sicht unzureichenden Information durch einen Teil der Lebensmittelwirtschaft.

Antworten zum Pferdefleisch-Skandal

Wie kam der Skandal ans Licht?

Mitte Januar entdeckten irische Lebensmittelinspekteure bei Routinekontrollen zunächst Spuren von Pferdefleisch in Rindfleisch-Hamburgern. Es ging um Fertigprodukte der britischen Supermarktketten Tesco, Iceland, Aldi (UK) und Lidl (UK). Anfang Februar wurde in einer Fertigungsanlage und in einem Fleischlager in Irland weiteres Rindfleisch mit Pferdefleischspuren entdeckt. Daraufhin ordnete die britische Lebensmittelaufsicht umfangreiche Untersuchungen an. In der Folge wurden mit Pferdefleisch versetzte Rindfleischprodukte auch in Frankreich und Schweden entdeckt. Mittlerweile wurden auch in Deutschland in vielen Fällen falsch deklariertes Pferdefleisch gefunden.

Um welche Produkte geht es?

Es geht um Tiefkühl-Fertigkost aus Hackfleisch, die größtenteils bei Discountern verkauft wird, darunter Rindfleisch-Lasagne, Spaghetti Bolognese und fertige Hamburger-Frikadellen. In den Produkten wurden teilweise zwischen 30 und 100 Prozent Pferdefleisch gefunden.

Wie kam Pferdefleisch in den Produktionskreislauf?

Laut britischen Medienberichten handelt es sich um eine kriminelle „Pferdemafia“ in Rumänien. Das Fleisch wird demnach vor Ort verarbeitet und an französische Fleischverarbeitungsfirmen exportiert, die es nach Firmenangaben ohne Wissen darüber, dass es sich eigentlich um etwas Anderes handelt, als Rindfleisch verarbeitet haben. Mittlerweile zeigt sich jedoch, dass in den Pferdefleisch-Skandal europaweit mehr Unternehmen verwickelt sind, als bislang vermutet. Darunter auch deutsche Hersteller.

Welche Firmen sind in welchen Ländern involviert?

In einem Fall geht es um den Tiefkühlhersteller Findus in Großbritannien (der nichts (mehr) mit Nestlé zu tun hat, auch wenn der Konzern eine gleichnamige Tochterfirma in der Schweiz hat). Er vertreibt Fertigkost der französischen Firma Comigel, die wiederum einen Teil ihres zu verarbeitenden Fleischs aus Rumänien bezieht und damit bei der luxemburgischen Firma Tavola produzieren lässt. Zwischen November 2012 und Ende Januar 2013 kamen mindesten 359.722 Packungen Lasagne und Cannelloni aus dem verdächtigen Betrieb in Luxemburg nach Deutschland. Comigel gibt an, das Fleisch vom französischen Lieferanten Spanghero bezogen zu haben. Dieser weist wiederum auf einen rumänischen Zulieferer hin. Eine weitere Spur führt laut französischen Regierungsangaben vom französischen Hersteller Poujol zu einem Händler nach Zypern.

Sind die Produkte gefährlich?

Die Behörden sehen keine unmittelbare gesundheitliche Gefahr durch den Verzehr von Pferdefleisch. Das Fleisch kann jedoch unter Umständen Spuren von Medikamenten enthalten. Es wird auf Rückstände des Schmerzmittels Phenylbutazon getestet. Erste Test-Resultate bestätigen den Verdacht. In französischen Tiefkühlprodukten sind Reste von Phenylbutazon enthalten. Es wird bei Pferden häufig therapeutisch angewendet, teilweise auch als Doping-Mittel im Pferdesport. In der Medizin ist es ein Medikament gegen Rheuma.

Wieso wurden Pferdefleischspuren nicht schon vorher entdeckt?

In Großbritannien wurde Rindfleisch nach Angaben der Lebensmittelaufsichtsbehörde FSA in den vergangenen zehn Jahren nicht routinemäßig auf Pferdefleischspuren getestet. Eigentlich sollen solche Fälle durch das Passsystem verhindert werden. Seit 2009 braucht jedes Pferd in der Europäischen Union einen sogenannten Equidenpass, der unter anderem über Herkunft und Impfung des Tieres Auskunft geben soll. In Deutschland werden die Pässe auch durch Pferdezüchter- oder Reitsportverbände vergeben, was das System manipulationsfähig macht.

Wie haben die Firmen reagiert?

Die Firmen haben die fraglichen Produkte sofort aus dem Handel genommen. In Deutschland waren bereits Aldi Nord, Aldi Süd, Eismann, Edeka, Kaiser´s, Kosnum Leipzig, Lidl, Metro, Real, Rewe und Tengelmann betroffen.

Wie reagieren die Behörden?

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will Konsequenzen aus dem Skandal mit falsch deklariertem Pferdefleisch in Fertigprodukten ziehen. Bei einem Treffen der Verbraucherminister von Bund und Ländern hat sie einen Entwurf für einen Nationalen Aktionsplan vorgelegt. EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg spricht indes von einer dauerhaften Einführung von DNA-Tests für Fleisch auf EU-Ebene.

Wie viel Pferdefleisch ist als Rindfleisch verzehrt worden?

Die Behörden in Frankreich und anderen EU-Staaten wissen bisher nicht, seit wann und in welchem Umfang Pferdefleisch als Rindfleisch verkauft wurde. „Das kann man nur sehr schwer feststellen“, sagte der Leiter der luxemburgischen Veterinärinspektion, Felix Wildschütz, der Nachrichtenagentur dpa. Vor allem in Frankreich suchten die Behörden ältere Lagerbestände von Tiefkühlkost, um Proben zu entnehmen und auch die möglicherweise verwendeten Mengen von Pferdefleisch abschätzen zu können.

Wie ist Deutschland betroffen?

In Deutschland sind seit Mitte Februar Fälle bekannt, in denen Händler mit Produkten beliefert wurden, die Pferde- statt Rindfleisch enthalten. Auch die britische Regierung gerät weiter unter Druck. Ein früherer Mitarbeiter der Lebensmittelaufsicht FSA will schon im April 2011 geholfen haben, einen Brief des größten britischen Pferdefleisch-Exporteurs High Peak Meat Exports an den damals zuständigen Minister aufzusetzen, in dem auf unzureichende Kontrollen in der Pferdefleischverarbeitung hingewiesen wurde.

Bundesverbraucherministerin Aigner betonte noch einmal ihr Anliegen, ein Frühwarnsystem etablieren. Ziel sei es, „Auffälligkeiten bei Warenströmen aufzuspüren“. In diesem Punkt sei die Wissenschaft gefordert, ein solches System zu entwickeln, das Hinweise liefert, wo es für Betrüger wirtschaftliche Anreize gebe, Gewinne abzuschöpfen und teurere Produkte gegen billigere Produkte auszutauschen. Über Lieferketten und Schlachtlisten könnte etwa überprüft werden, wo mehr von einer Fleischart hergestellt wird, die dann nirgends mehr auftaucht.

Die Organisation Foodwatch kritisierte die deutschen Maßnahmen als unzureichend. „Frau Aigner schont die eigentlich Verantwortlichen und täuscht mit Scheinmaßnahmen darüber hinweg, dass sie die entscheidenden Schwachstellen nicht beseitigen will“, erklärte der stellvertretende Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt. „Der Handel muss für seine Eigenmarken geradestehen und bei Täuschung oder Gesundheitsgefährdung strafrechtlich als Täter belangt werden.“

Pferdefleischskandal: Zu einem Betrug gehören zwei

Video: Pferdefleischskandal: Zu einem Betrug gehören zwei

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Die Grünen haben Aigner unterdessen als „Ankündigungsministerin“ tituliert, die alle jetzt vorgelegten Vorschläge bislang abgelehnt habe, und ihr Aktionismus im Pferdefleisch-Skandal vorgeworfen. Das bestehende System wolle die CSU-Politikerin in Wahrheit erhalten, sagte Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt am Montag in Berlin. Eine Pflichtkennzeichnung verarbeiteten Fleischs sei eine Selbstverständlichkeit. Die Grünen wollten unter anderem aber auch ein überzeugendes Label für regional erzeugte Lebensmittel. „Wir wollen das gläserne Produkt.“ Fleisch sei auch wegen der Niedriglöhne in Schlachthöfen extrem billig. „Hier braucht es auch eine Konsumdebatte.“ Mehr Qualität statt Quantität sei nötig.

„Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) wird immer erst tätig, wenn bereits ein Schaden entstanden ist“, sagte Karin Binder, Verbraucherpolitikerin der Linkspartei im Bundestag, nach der Vorstellung des „Nationalen Aktionsplans“. „Obwohl klar ist, dass unvollständige Angaben auf den Produkten dem Lebensmittelbetrug Tür und Tor öffnet, hatte Aigner eine Kennzeichnung der Herkunft von verarbeitetem Fleisch abgelehnt. Jetzt knickt sie aufgrund des öffentlichen Drucks ein.“

Kommentare (30)

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Sternekoch

18.02.2013, 16:11 Uhr

War zu erwarten, dass ein Aktionsplan ins Leben gerufen wird. Der wievielte Plan ist dies?

Eine Bankrotterklärung der Ministerin! Es müssen Gesetze erlassen werden! Das Verbraucherschutzministerium ist überflüssig! Und mit ihm auch Frau Aigner!

Im Gegenzug zu Frau Aigner haben die Verbraucher auch einen Aktionsplan aufgestellt:

1. Sie kaufen weniger Fertigprodukte
2. Verzicht auf Fleisch-Tortellini
3. Verzicht auf Fertiglasagne
4. Verzicht auf Ravioli

Vielleicht möchte Frau Aigner von diesem Aktionsplan noch etwas abkupfern?

Account gelöscht!

18.02.2013, 16:16 Uhr

Die FDP wird das zu verhindern wissen. Natürlich im Namen der freien Marktwirtschaft.

LoesungenNichtLabbern

18.02.2013, 16:36 Uhr

Hat jemand wirklich erwartet das Politiker etwas Konkretes vorschlagen und zügig umsetzen. Das hat aber nichts mit Frau Aigner zu tun, da waren ja noch 16 Ländervertreter dabei die ebenfalls tätig werden könnten, den denen obliegt die Kontrolle der Betriebe!
Alle verarbeitenden Betriebe werden übrigens nach IFS Food zertifiziert und müssen somit nachweisen was geprüft wird… aber ganz ehrlich wer kommt auf die Idee das nach Pferdefleisch zu untersuchen… somit konnten die Betrieb das nicht feststellen. Da werden jetzt wieder jede Menge Betriebe getroffen die dafür nichts können und Ihre Produkte nicht mehr verkaufen können, nur weil da offensichtlich im Ausland ein paar Leute große Kasse machen wollten… allerdings fördert die deutsche Geiz ist Geil Mentalität genau dieses Verhalten sonst könnte man diese Produkte in Deutschland herstellen… Lasagne für 1,49€/500g kann man ja mal überlegen was da drin sein könnte, selbst wenn es Schweine-&Rindfleisch ist.
Und man sieht alle haben fast die gleichen Bezugsquellen, hochqualitative Lasagne scheint niemand mehr zu produzieren und anzubieten… kostet eben Geld!
Schöne wäre es wenn der Handel mal umdenken würde, eine Preisgünstige Variante ja, aber eben auch mal wieder eine die schmeckt und ruhig ein wenig mehr kosten darf...
Maßnahme ist ganz einfach, ab sofort werden die Eingangsproben auf verschiedene Fleischanteile geprüft und die Untenehmen müssen diese Untersuchungen abliefern... kostest zwar etwas, ist aber sicherer als das existierende System

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