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22.08.2011

02:46 Uhr

Pflege-Versicherung

Bahr stellt Finanzierungspläne vor

Die Pflegereform steht seit geraumer Zeit an. Es sollen etliche Dienstleistungen verbessert werden, etwa die Pflege von Demenzkranken. Bundesgesundheitsminister Bahr muss nun sehen, woher er das Geld dafür nimmt.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). dpa

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP).

Berlin Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat die Versicherten indirekt auf höhere Beiträge zur Pflegeversicherung eingestimmt. Zwar seien die Details der anstehenden Pflegereform noch nicht entschieden, sagte der Minister der „Bild“-Zeitung vom Montag laut Vorabbericht. Er fügte aber hinzu: „Über die Finanzen unterhalten wir uns auch, denn gute Pflege gibt's nicht zum Nulltarif.“

Er bekräftigte die Pläne für die Einführung einer sogenannten kapitalgedeckten Säule. Künftig müsse stärker auf Eigenvorsorge gesetzt werden. Die Eckpunkte für die Pflegereform sollten ursprünglich vor der Sommerpause vorliegen, nun hat Bahr einen Entwurf für September versprochen. Erklärtes Ziel ist es, die Leistungen für Demenzkranke zu verbessern, Angehörige stärker zu unterstützen und den Pflegeberuf attraktiver zu machen. Außerdem müsse es mehr ambulante Pflege statt teurer Heimpflege geben. Zudem dürften Pflegekräfte nicht zu Dumpinglöhnen beschäftigt werden.

Familien müsse es leichter gemacht werden, Angehörige zu pflegen, wobei Unternehmen stärker in der Pflicht seien. Bahr: „Auch Arbeitgeber müssen in solchen Situationen Verständnis zeigen und Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ermöglichen.“

Bahr steht dabei vor einem Dilemma: Die Verbesserungen kosten Geld - nach Ansicht mancher Koalitionspolitiker vier bis sechs Milliarden Euro, was bis zu 0,6 Beitragssatzpunkte ausmachen würde. Die Koalition hat aber versprochen, die Bürger zu entlasten. Als Reaktion auf den demografischen Wandel sieht der Koalitionsvertrag die Schaffung einer kapitalgedeckten Säule in der Pflege vor. Wie diese umgesetzt werden soll, ist unklar.

Kommentare (6)

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Merk

22.08.2011, 10:35 Uhr

Den Rentnern wirds gegeben -den Rentnern wirds genommen !

Es ist eine Schande was hier mit den Rentnern getrieben
wird . Lachhafte Rentenerhöhung zum 01.07.11 von 0,99% .

Jetzt will Bahr (FDP)u. Spahn(CDU) die Beiträge der Pflege erhöhen .

Damit wird die Rentenerhöhung zu einer Minus- Rentenerhöhung .

Es ist eine Schande ,daß die Rentner durch die Politiker
so abgezockt werden !

Bei der nächsten Wahl werden 20 Millionen Rentner nicht mehr zur Wahl gehen .

Es kann einfach nicht sein ,wenn Euro Bankrottländer
bevorzugt werden u.Bürger von DE nur noch politisch abgezockt werden .

20 MILLIONEN RENTNER WERDEN NICHT MEHR ZUR WAHL GEHEN !

rentnerwaehltendieseregierung

22.08.2011, 12:05 Uhr

Anscheinend haben 20 Millionen Rentner aber zuvor Schwarz-Gelb gewählt! Jeder wusste, dass Schwarz-Gelb nicht für eine soziale Politik steht.

Wenn dann geht man zur Wahl und macht seine Stimme ungültig, nur dann macht es ein wenig Sinn! Wollen Sie soziale Politik, müssen Sie die Linken wählen. Die machen es zwar nicht wesentlich besser aber nur dadurch lassen sich die großen Parteien zu einem Kurswechsel bringen.

Account gelöscht!

22.08.2011, 13:09 Uhr

Bitte nicht vergessen, dass die Rentenentwicklung nahezu von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt wurde, will heißen, dass die Renten nicht sinken können. von daher ist die Erhöhung um NUR einen Prozent gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass die Renten in der WWK nicht gesunken sind!

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