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11.09.2013

16:19 Uhr

Pflegenotstand

Deutschland kann Bedarf an Pflegepersonal nicht decken

In Deutschland herrscht Pflegenotstand, der Bedarf an Fachpersonal kann aus eigener Kraft nicht gedeckt werden. Fachkräfte sollen noch stärker im Ausland geworben werden. Nun melden sich Kritiker zu Wort.

Die Zahl der ausländischen Pflegekräfte erhöhte sich in den beiden vergangenen Jahren von etwa 15 000 auf rund 21 000. dpa

Die Zahl der ausländischen Pflegekräfte erhöhte sich in den beiden vergangenen Jahren von etwa 15 000 auf rund 21 000.

BerlinDeutschland sucht rund um den Globus Fachkräfte für den Gesundheits- und Pflegebereich. Die Werbeaktivitäten konzentrieren sich auf neun Länder: Spanien, Italien, Portugal und Griechenland, ferner Bosnien-Herzegowina, Serbien, die Philippinen und Tunesien. Mit der chinesischen Arbeitsverwaltung gibt es zudem ein Abkommen für ein Projekt, durch das 150 chinesische Pflegekräfte nach Deutschland vermittelt werden sollen.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Nachrichtenagentur dpa in Berlin vorliegt. Zuerst darüber berichtet hatte die „Rheinische Post“ (Mittwoch). Für Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) handelt es sich lediglich „um einen Baustein“ zur Lösung des Problems.

Aus der Antwort geht hervor, dass sich die Zahl der ausländischen Pflegekräfte aus andern Ländern - wie Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn - in den beiden vergangenen Jahren von etwa 15 000 auf rund 21 000 erhöhte. Aktuell nehmen 389 Pflegekräfte an einem Programm der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) teil. Sie stammen aus Bosnien-Herzegowina (273), Serbien (93) und den Philippinen (23) - und werden zum Teil „noch sprachlich und fachlich qualifiziert“.

Nach Schätzung des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) fehlen heute rund 30 000 Pflegekräfte in Deutschland. „Wir können den Bedarf aus eigener Kraft nicht decken“, sagte bpa-Chef Bernd Meurer der dpa. „Bis 2025 werden wir wegen der weiter steigenden Zahl von Pflegebedürftigen rund 400 000 zusätzliche Pflegekräfte brauchen.“ Die Bemühungen der Bundesregierung seien daher zu begrüßen.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), hält es für ebenso wichtig, „dass wir die Zahl der Ausbildungs- und Schulplätze für die Pflegeberufe in Deutschland erhöhen“. Denn noch gebe es mehr junge Menschen, die in diesen Beruf starten wollten, als Ausbildungsplätze. Beides sei deshalb wichtig.

Kritik kam von SPD und Linken. SPD-Parteivize Manuela Schwesig sprach von einer „Bankrott-Erklärung der Bundesregierung“. Statt sich im Ausland um Pflegekräfte zu kümmern, müssten die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessert werden. Aus Sicht des Linken-Abgeordneten Niema Movassat verschärft die Strategie der Bundesregierung, in Ländern wie Tunesien oder den Philippinen Fachkräfte abzuwerben, die Unterversorgung dort.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Tabu

11.09.2013, 16:48 Uhr

Es ist den Muslimas untersagt,christliche Hintern
abzuwischen...und mit den Romas wird es nicht
anders aussehen.
Meine Cousine ist examinierte Altenpflegerin und
hat noch in keinem Pflegeheim eine muslimische
Kraft,Kollegin nennen dürfen.
Da hat die millionenfache Einwanderung dieses
weiblichen Potenzials,wenig gebracht.
Aber in den Krkh.sind sie die am schwersten,
zu händelnden Patientin..soviel Rücksichtsnahme auf
Koran und Geschlechterverhalten,überfprdert schnell.

Account gelöscht!

11.09.2013, 18:08 Uhr

Weiterhin Migranten in Deutschland ansiedeln, ausbilden aber hier nicht einsetzen.
Im Gegenzug die "alten Deutschen" in den Herkunftsländer der Migranten zur Pflege abschieben. Das spart viel Geld aus deutschen Sozial- und Seteuerkassen und wenn es mit den Abgeschobenen Probleme gibt - das bekommt hier keiner mehr mit.
Bittere Ironie AUS.

Account gelöscht!

11.09.2013, 18:31 Uhr



Bezahlt Medizin-/Pflegeberufe anständig und das System bricht nicht zusammen. Skandinavien zeigt den sauberen, machbaren und effizienten Weg.

Raffgruppierungen in Besitz mancher Politikerkasten bestimmen halt mit die Preispolitik, gell CSU Oberfranken mit seinem CSU-Klinikimperium. Oder der Bäderdreieck der Familie Z.

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