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15.10.2014

11:33 Uhr

Pflegeversicherung

Kabinett beschließt bezahlte Pflegezeit

Zehn Tage bezahlte Auszeit von der Arbeit für die Pflege Angehöriger: Dem Gesetzesentwurf der Koalition muss nun nur noch der Bundestag zustimmen. Die Kosten liegen voraussichtlich bei rund 100 Millionen Euro.

Für einen Zeitraum von sechs Monaten können Angehörige Pflegebedürftiger sich komplett vom Job freistellen lassen. dpa

Für einen Zeitraum von sechs Monaten können Angehörige Pflegebedürftiger sich komplett vom Job freistellen lassen.

BerlinArbeitnehmer können ab dem kommenden Jahr eine bezahlte zehntägige Auszeit vom Job zur Pflege eines Angehörigen nehmen. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch in Berlin einen entsprechenden Gesetzentwurf von Familienministerin Manuela Schwesig.

Während der Pflegezeit erhalten Arbeitnehmer bis zu 90 Prozent ihres Nettoeinkommens aus der Pflegeversicherung ersetzt. Die Kosten von rund 100 Millionen Euro sollen aus der geplanten Beitragssteigerung im Zuge der Pflegereform finanziert werden, die der Bundestag am Freitag verabschieden soll.

Mit dem Gesetz, dem noch der Bundestag zustimmen muss, erhalten Arbeitnehmer auch das Recht, für zwei Jahre ihre Arbeitszeit auf bis zu 15 Wochenstunden zu reduzieren. Ein zinsloses Darlehen soll ihnen in dieser Zeit helfen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Für einen Zeitraum von sechs Monaten können sie sich sogar komplett vom Job freistellen lassen.

Pläne von CDU und SPD: Bezahlte Auszeit für die Pflege Angehöriger

Pläne von CDU und SPD

Bezahlte Auszeit für die Pflege Angehöriger

Bei einem Pflegenotfall sollen Angehörige künftig ein Unterstützungsgeld erhalten. Die Kosten belaufen sich auf einen dreistelligen Millionenbetrag und sollen von der gesetzlichen Pflegeversicherung übernommen werden.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Woifi Fischer

15.10.2014, 13:29 Uhr

Pflegeversicherung Kabinett beschließt bezahlte Pflegezeit

Was für ein Irrsinn, macht hier die jetzige Bundesregierung?
Wer soll diesen Irrsinn den Bezahlen?
Wider nur ein Geschenk an die Versicherungswirtschaft?

Oder wird hier die zweite DDR nun endlich für alle Sichtbar?

Oder wie heißt es, die Parteien rot und schwarz haben immer recht?

Es ist falsch was hier beschlossen wurde, der Staat mischt sich massiv in das Leben der Familien ein.

Frau Margrit Steer

15.10.2014, 14:24 Uhr

Demnächst wird noch bezahlt, wenn bei jemandem ein Pfurz quer sitzt und er deswegen nicht arbeiten kann
Die DDR läßt aber immer mächtiger grüßen

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