Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.04.2011

16:17 Uhr

Pharmalobbyistin

Birgit Fischer lässt SPD-Job ruhen

Birgit Fischer lässt ihr Amt im SPD-Parteivorstand bis zur Neuwahl im Dezember ruhen. Die zur Pharmalobby wechselnde Vorstandschefin der Barmer-GEK-Krankenkasse hatte mit ihrem Seitenwechsel für Wirbel gesorgt.

Birgit Fischer lässt ihren SPD-Vorstandsjob ruhen Quelle: dpa

Birgit Fischer lässt ihren SPD-Vorstandsjob ruhen

BerlinDie zur Pharmalobby wechselnde Vorstandschefin der Barmer-GEK-Krankenkasse, Birgit Fischer, lässt ihr Amt im SPD-Parteivorstand bis zur Neuwahl im Dezember ruhen. Ein entprechender Bericht des „Tagesspiegel“ (Donnerstag) wurde der Nachrichtenagentur dpa aus Parteikreisen bestätigt.  

Fischer, früher Gesundheitsministerin in Nordrhein-Westfalen, gibt ihren Posten als Vorstandschefin bei der Krankenkasse auf, um zum 1. Mai Hauptgeschäftsführerin des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller zu werden. Der Seitenwechsel der Kassen-Managerin zur Chef-Lobbyistin der Pharmaindustrie hatte politischen Wirbel ausgelöst.  

Dass sie ihren Posten im 45-köpfigen SPD-Parteivorstand ruhen lässt habe Fischer allerdings erst aus der SPD-Spitze nahegelegt werden müssen, schreibt der „Tagesspiegel“. Sie selber habe in der Doppelfunktion als Pharma-Lobbyistin und SPD-Vorstandsmitglied  offenbar kein größeres politisches Problem gesehen.  

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach registrierte nach Angaben der Zeitung den Rückzug Fischers mit großer Erleichterung. „Alles andere hätte ich als sehr problematisch empfunden“, sagte er. Fischer gehört seit 2001 dem SPD-Vorstand an. Sie war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Von

dpa

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

tatsu

07.04.2011, 16:47 Uhr

Lustig, dass der Pharmaposten einen Interessenkonflikt auslöst - die jahrelange Kassentätigkeit hingegen okay war... Aber so sind sie halt, unsere Sozialdemokraten:)

TasseimSchrank

07.04.2011, 18:22 Uhr

Ach, da sind die Sozis anders als die anderen? Vielleicht darin, dass in ihrem Selbstverständnis überhaupt noch etwas als Interessenkonflikt gesehen wird, bei anderen nicht. Aber auch das bezweifle ich. Käuflich sind sie alle. Ein Dummkopf, wer immer noch in alten ideologischen Schublädchen denkt.

Dreckhure

09.04.2011, 08:53 Uhr

Soweit ist es nun schon gekommen in diesem Land werden Politiker also selbst Lobbyisten. Weg mit dieser ganzen Mafia welche den deutschen Bürger ausplündert nach Strich u8nd Faden. Sperrt diese Hure nebst ihren Kollegen der Reichstagsparteien u. Länderkammern endlich in ein dunkles Verlies!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×