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13.05.2011

18:32 Uhr

Philipp Rösler

Neuer FDP-Chef plant schon seinen Abschied

Der neugewählte FDP-Parteichef plant bereits für die Zeit nach seiner Karriere in der Bundespolitik. Die könnte wesentlich kürzer ausfallen als erwartet. Ein Blick auf seine Biographie könnte Erklärungen liefern.

Der scheidende Parteichef Guido Westerwelle applaudiert seinem frisch gewählten Nachfolger Philipp Rösler. Quelle: dpa

Der scheidende Parteichef Guido Westerwelle applaudiert seinem frisch gewählten Nachfolger Philipp Rösler.

RostockSieben Jahre noch. Dann will Philipp Rösler aus der großen Politik aussteigen. So verkündete es der neue Bundeswirtschaftsminister und seit Freitag auch neue FDP-Parteichef selbst die letzten Tage immer wieder: „Mit 45 ist Schluss.“ Ergibt für den 38-Jährigen, wenn man es ganz genau nimmt, Februar 2018.

Eine solche Ansage ist ziemlich ungewöhnlich für jemanden, der gerade auf einen absoluten Top-Posten der deutschen Politik aufsteigt. Aber auch sonst gehört Rösler zu den Leuten, die sich nicht unbedingt an das halten, was andere von ihnen erwarten. Das hat auch mit seiner Biografie zu tun.

Rösler kam 1973 als Flüchtlingskind aus Vietnam nach Deutschland. Als sich seine Adoptiveltern trennten, wuchs er beim Vater auf, einem Offizier. Rösler ging auch selbst zur Bundeswehr, wo er Stabsarzt wurde und seinen Doktor machte. Titel der Arbeit: „Einfluss der prophylaktischen Sotalolapplikation auf die Inzidenz des postoperativen Vorhofflimmerns im Rahmen der aortakoronaren Bypassoperation“.

Die Fortbildung zum Augenarzt brach er dann jedoch ab, um in der Politik Karriere zu machen. In Niedersachsen wurde er schnell FDP-Generalsekretär, Chef der Landespartei und Landtagsfraktion und schließlich Wirtschaftsminister. Nach acht Monaten hörte er als Landesminister schon wieder auf. Nach dem schwarz-gelben Wahlsieg im September 2009 wechselte er als Gesundheitsminister nach Berlin.

Damals war der Udo-Jürgens-Fan im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel der Jüngste. Jetzt rückt Rösler als Nachfolger von Guido Westerwelle dort auch zum Vizekanzler auf. Als Motto für sein Leben in der Politik gilt aber weiterhin: „Man muss den Tiger reiten, aber man darf sich von ihm nicht fressen lassen.“ Derzeit ist Rösler auch noch auf Immobiliensuche. Zusätzlich zum Eigenheim in Hannover will er in Berlin eine Wohnung anmieten, damit er die Familie - Frau Wiebke und zweieinhalbjährige Zwillingsmädchen - auch unter der Woche sehen kann. Die Wohnung soll im Stadtteil Mitte sein. Dort hat nicht nur die FDP-Zentrale, sondern auch das Wirtschaftsministerium seinen Sitz.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

13.05.2011, 20:51 Uhr

Aha, die FDP - die Partei der Zunkunft also! Mit der Gegenwart hat es ja bisher nicht so richtig geklappt, das wird wohl auch so bleiben! Drr Kanzlerwahlverein kommt auch ohne FDP aus... - feine Gesellschaft, weder "F", noch "D", nur noch "P" - grauslich für ehrliche Menschen!

Pfeife

13.05.2011, 22:20 Uhr

Solche Leute kümmern sich nur um sich selbst! Denene ist der Bürger egal! Die tun auch nichts für den Bürger
Im Gesundheitswesen was hat er denn da bewegt?
Klientel Arbeitgeber geschont und Klientel Bürger geschröpft.
Das ist für mich eine wertlose Pfeife

2012

14.05.2011, 05:00 Uhr

Hoffentlich der ganze Verein !

Die Milchbubis werden effektiv dafür sorgen .

Mit der nächsten Pflegereform kommt das große Fiasko .

Schwarz/Gelb schmeißt das Handtuch !!!

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