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09.04.2012

10:00 Uhr

Zwischen den Piraten und den Grünen gibt es viele Gemeinsamkeiten. dpa

Zwischen den Piraten und den Grünen gibt es viele Gemeinsamkeiten.

Am Anfang waren die Grünen noch nett zu den Piraten. Man lud sie ein, zeigte ihnen das Parlament, gab Ratschläge. Inzwischen hat sich das geändert: Seit die Piratenpartei in den Umfragen klettert und in die Landtage einzieht, behandeln die Grünen sie wie unliebsame Konkurrenz. Zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen bastelt man an einer Kampagne, deren Ziel es ist, die Piraten „zu entzaubern“. Jürgen Trittin bezeichnet die Piraten unlängst als „größtes strukturelles Problem“ seiner Partei.

Beides, anfängliche Nettigkeit wie neue Feindschaft, liegt daran, dass Grüne und Piraten in mehrfacher Hinsicht einander nahe stehen. Die einen wachsen auf Kosten der anderen, man konkurriert um ähnliche Wähler und Themen. Hinzu kommt: Auch die Grünen waren mal anders, frech und als politische Newcomer äußert erfolgreich. Viele Beobachter, aber auch die alten Grünen selbst, fühlen sich durch die Piraten an die grünen Anfangsjahre erinnert.

Tatsächlich gibt es zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen den heutigen Piraten und den Grünen von vor 30 Jahren. Aber auch einige Unterschiede, wie der folgende Vergleich der beiden Parteien zeigt.

Die Grünen waren schneller erfolgreich als die Piraten: Schon vor der Gründung der Bundespartei 1980, gewannen grün-alternative Listen erste Mandate. Die Piraten dümpelten dagegen die ersten beiden Jahre nach ihrer Gründung in Deutschland 2006 unterhalb der Wahrnehmungsgrenze.

Größere Aufmerksamkeit erlangten sie erst in der Auseinandersetzung mit den Bundesministern von der Leyen („Zensursula“) und Schäuble („Stasi 2.0“) um Netzsperren und Vorratsdatenspeicherung. 2009 traten sie erstmals zu einer Bundestagswahl an. Sie erzielten einen Achtungserfolg, den Parlamentseinzug verfehlten sie aber deutlich (ebenso wie die Grünen 1980). Ihre ersten Landtagsmandate holten die Piraten im Herbst 2011, also fünf Jahre nach der Gründung. Die Grünen waren 1983 bereits in sechs von elf Landtagen vertreten.

Kommentare (1)

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Mazi

09.04.2012, 22:22 Uhr

Es hätte nicht der Hilfe der PIRATEN bedurft die GRÜNEN abzuschaffen.

Gott Vater verdient seine Brötchen als Atomlobbyist und Trittin will die GRÜNEN in den nächsten Bundestagswahlkampf führen. Recht so!

In den GRÜNEN steckt schon lange keine grüne Politik mehr drin. Die Ideen waren gut, die Umsetzung reinster Mist. Und das Jobwunder, auf dass sie so stolz waren, ist wie eine Seifenblase geplatzt.

Vielleicht können sich GRÜNE und FDP vor der Wahl noch zusammenschließen, dann sind allemal 5% + x drin.

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