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25.01.2012

13:46 Uhr

Piratenpartei

Nerz will erneut als Vorsitz kandidieren

Neben dem Parteivorsitzenden Sebastian Nerz will sich auch sein Stellvertreter Bernd Schlömer erneut um einen Vorstandsposten bei der Piratenpartei bewerben. Eine Kampfkandidatur sei darunter nicht zu verstehen.

Will weiterhin Chef der Piratenpartei bleiben: Sebastian Nerz. Reuters

Will weiterhin Chef der Piratenpartei bleiben: Sebastian Nerz.

BerlinDer Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Sebastian Nerz, will auf dem Parteitag im April erneut für den Vorstand kandidieren. Nerz sagte am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa, er wolle ebenso wie sein Stellvertreter Bernd Schlömer sowohl für das Amt des Vorsitzenden als auch für das des Stellvertretenden Vorsitzenden antreten. „Das ist aber ganz explizit keine Kampfkandidatur.“ Der Partei solle so die Möglichkeit gegeben werden, „die etwas unterschiedlichen Schwerpunkte, die Bernd und ich setzen, zu bewerten und selbst zu entscheiden“.

Nerz sagte, er vertrete eine eher „konservativ-liberalere Ausrichtung“ und lege besonderen Wert auf die Frage der Grundrechte. Schlömer stehe für die liberale Ausrichtung der Berliner Piraten und wolle verstärkt sozialpolitische Themen voranbringen. „Wir beide glauben, dass wir auch in vertauschten Rollen wieder gut zusammenarbeiten werden.“ Nerz wurde im Mai 2011 in Heidenheim an der Brenz zum Vorsitzenden gewählt. Er gewann damals die Abstimmung gegen Christopher Lauer, der im September ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt wurde. Auf die Frage, ob er erneut für das Amt des Parteichefs kandidieren wolle, sagte Lauer: „Um es mit Dr. Helmut Kohl zu sagen: Für ein solches Amt drängt man sich nicht auf, da ereilt einen ein Ruf.“

Der Parteitag findet am 28. und 29. April in Neumünster in Schleswig-Holstein statt, eine Woche vor der Landtagswahl in diesem Bundesland. Die Satzung der Piratenpartei sieht vor, dass der Bundesvorstand jedes Jahr neu gewählt wird. Stimmberechtigt sind alle zurzeit 20500 Mitglieder; ein Delegiertensystem wie bei anderen Parteien gibt es bei den Piraten nicht.

 

Von

dpa

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